Oxalsäure, Garen und geeignetes Kochgeschirr

Von April bis Juni ist Rhabarber aus heimischem Anbau besonders häufig erhältlich. Gegart passt er zu Kompott, Kuchen und herzhaften Chutneys. Die Blätter und Blattansätze werden vor der Zubereitung vollständig entfernt und nicht gegessen.
Oxalsäure richtig einordnen
Rhabarber enthält Oxalsäure. Sie kann im Darm schwer lösliche Verbindungen bilden, besonders mit Calcium. Schälen, Garen in Wasser und das anschließende Weggießen des Kochwassers können den Gehalt an löslicher Oxalsäure verringern; wie stark, hängt von Stange, Schnitt und Zubereitung ab. Das ist keine Garantie für einen bestimmten Restgehalt.
Für gesunde Erwachsene ist gegarter Rhabarber in üblichen Verzehrmengen im Allgemeinen unproblematisch. Menschen mit Nierenerkrankungen, einer Neigung zu calciumoxalathaltigen Harnsteinen oder einer ärztlich verordneten oxalatarmen Ernährung sollten die für sie passende Menge medizinisch abklären, statt sich auf eine pauschale Verbotsliste zu verlassen.
Calciumhaltige Lebensmittel können Oxalat im Darm binden. Milch, Joghurt oder calciumangereicherte Pflanzendrinks sind mögliche Kombinationen, ersetzen aber keine individuelle medizinische Empfehlung.
Kein unbeschichtetes Aluminium für Rhabarber
Säure kann den Übergang von Aluminium aus unbeschichtetem Kochgeschirr oder Aluminiumfolie in Lebensmittel erhöhen. Rhabarber deshalb nicht in unbeschichteten Aluminiumtöpfen zubereiten oder länger darin aufbewahren und nicht direkt mit Aluminiumfolie abdecken. Geeignet sind beispielsweise Edelstahl, Emaille, Glas oder ein passender Behälterdeckel.
Praktische Hinweise zu Einkauf, Schälen, Muffins, Kompott und Einfrieren bietet Rhabarber küchenfertig machen: gewusst wie.
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