Unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Stoffwechselveranlagung begünstigen Entwicklung einer metabolischen Fettleber.
Einordnung: Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemeldung von Opella, verbreitet durch Petersen & Partner am 30. Juli 2026. Er enthält Herstellerangaben zu Essentiale. Die nachfolgend ergänzten Literaturangaben stammen aus dieser Meldung; ihre Wiedergabe ist keine unabhängige Bestätigung der Produktwirksamkeit.
Die Leber ist Kraftwerk, Speicher und Kläranlage des Körpers zugleich: Sie verarbeitet Nährstoffe, produziert Galle, steuert den Fett- und Eiweißstoffwechsel, hilft bei der Regulation von Blutzucker und Hormonen und baut schädliche Substanzen ab. Weil sie für Stoffwechsel, Energiehaushalt und viele zentrale Körperfunktionen ähnlich wichtig ist wie ein gesundes Herz für den Kreislauf, wird die Leber auch als „metabolisches Herz“ des Körpers bezeichnet. Umso problematischer ist es, wenn sie überlastet wird – oft lange, ohne dass man es merkt.
Die metabolische Fettleber zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. In Deutschland ist etwa jeder vierte Erwachsene betroffen.[1] Meist entwickelt sie sich infolge von Bewegungsmangel und einer dauerhaft zu hohen Energiezufuhr und steht im Zusammenhang mit Stoffwechselrisiken wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes, erhöhten Blutfettwerten oder Bluthochdruck. Stark verarbeitete Lebensmittel und zuckerreiche Getränke können diese Entwicklung begünstigen.
Wie Fett in die Leber kommt
Wird dauerhaft mehr Energie aufgenommen als verbraucht, kann der Körper überschüssige Nährstoffe in Fett umwandeln und unter anderem in der Leber einlagern. Das betrifft nicht nur Menschen mit starkem Übergewicht: Auch Schlanke können eine Fettleber entwickeln, etwa wenn unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Stoffwechselveranlagung ungünstig zusammenkommen.
Mit der Zeit kann das eingelagerte Fett die Leistungsfähigkeit der Zellen stark einschränken. Sie arbeiten schlechter, Entzündungen können entstehen. Unbehandelt kann sich daraus langfristig eine schwere Leberschädigung entwickeln – bis hin zu Zirrhose oder Leberkrebs. Zudem bleibt die Fettleber selten ein isoliertes Organproblem: Sie kann Insulinresistenz fördern, Bluthochdruck begünstigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Kein Schmerz heißt nicht: kein Problem
Viele Betroffene merken lange nichts. Andere berichten über Beschwerden, die leicht anderen Ursachen zugeschrieben werden: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden oder ein Druck im rechten Oberbauch. Auch Schlafstörungen, depressive Symptome und Ängste können auftreten.
Prof. Dr. Münevver Demir, Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, beschreibt ein zentrales Problem: „Die Wahrnehmung der Erkrankung ist in der Gesellschaft noch relativ gering. Dies liegt einerseits daran, dass die Erkrankung in frühen Stadien keine Schmerzen oder schweren Symptome verursacht und daher als harmlos verkannt wird. Ein weiterer Grund für die relativ geringe Wahrnehmung in der Gesellschaft ist vermutlich auch, dass der Fokus vielmehr auf den begleitenden Erkrankungen, wie z. B. dem Typ-2-Diabetes oder dem Bluthochdruck liegt und die Fettleber dabei wenig Beachtung findet.“ Ihr Appell: „Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto geringer das Risiko, dass sie fortschreitet.“ Bei rechtzeitiger Behandlung kann eine Fettleber sogar reversibel sein.[2] Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder mehreren Risikofaktoren sollten deshalb besonders aufmerksam sein. Denn eine Fettleber entwickelt sich oft schleichend – und bleibt gerade deshalb leicht unentdeckt.
Was die Leber entlasten kann
Die wichtigsten Schritte sind einfach, aber nicht immer leicht umzusetzen: mehr Bewegung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und eine Ernährung mit möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln und vielen Ballaststoffen.[1] Positiv sind Vollkornprodukte, viel Gemüse und Obst sowie zuckerfreie Getränke. Auch Kaffee wird empfohlen. Entscheidend ist die Gesamtbilanz: regelmäßige Mahlzeiten, eine passende Energiezufuhr und Bewegung, die in den Alltag passt. Schon kleine Entscheidungen können helfen: zuckerfreie Getränke wie Wasser statt Limonade oder Saft, Naturjoghurt mit frischen Früchten statt gezuckertem Fertigfruchtjoghurt, ein Spaziergang nach dem Essen, Vollkornbrot statt Toast. Solche Schritte entlasten nicht nur die Leber, sondern wirken sich auch positiv auf Blutzucker, Blutdruck und Fettstoffwechsel aus. Doch neue Routinen lassen sich nicht immer leicht durchhalten.
Viele Betroffene wünschen sich deshalb etwas, das ihre Leber zusätzlich entlastet. Auch Prof. Demir berichtet von diesem Wunsch. „Ich werde in der täglichen klinischen Praxis immer wieder von Betroffenen angesprochen, ob es nicht Präparate gebe, die sie zusätzlich zur Unterstützung ihrer Leber einnehmen könnten.“
Herstellerangaben zu Essentiale
Opella beschreibt essentielle Phospholipide aus Sojabohnen als Bestandteile seines Arzneimittels Essentiale. Zur beanspruchten Wirkung auf Leberzellen und Beschwerden verweist das Unternehmen auf die Veröffentlichungen [3,4]; zu Ergebnissen bei metabolischer Fettleber nennt es die Studie [5]. Diese Angaben geben die Position des Herstellers wieder und stellen keine Behandlungsempfehlung von food-monitor dar.
Früh hinschauen lohnt sich
Bei unklaren Symptomen wie anhaltender Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden oder Druck im Bauchraum lohnt es sich, genauer hinzusehen, besonders, wenn Risikofaktoren bekannt sind. Die Leber meldet sich selten laut. Umso wichtiger ist es, die leisen Hinweise ernst zu nehmen – bevor ein alltägliches Stoffwechselproblem ernsthafte Folgen hat.
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Was bedeutet „metabolische Fettleber“?
Früher wurde oft von „nichtalkoholischer Fettleber“ gesprochen. Gemeint ist eine Fettleber, die nicht primär durch übermäßigen Alkoholkonsum entsteht, sondern eng mit Stoffwechselrisiken verbunden ist – etwa Übergewicht, Typ-2-Diabetes, erhöhten Blutfetten oder Bluthochdruck. Heute wird dafür zunehmend der Begriff „metabolische Fettleber“ beziehungsweise „metabolische Dysfunktion-assoziierte Fettleber“ verwendet. Davon zu unterscheiden ist die alkoholbedingte Fettleber, bei der Alkohol die zentrale Ursache der Leberverfettung ist. Beide Formen können die Leber schädigen, die Auslöser und die Behandlungsschwerpunkte unterscheiden sich jedoch.
Wie verbreitet ist die metabolische Fettleber?
Weltweit sind etwa 30 Prozent der erwachsenen Allgemeinbevölkerung betroffen, in Deutschland etwa jeder vierte Erwachsene. Sie kommt damit deutlich öfter vor als die alkoholbedingte Fettleber. Für diese schwanken die Angaben stärker, unter anderem weil Studien unterschiedlich festlegen, ab welcher Alkoholmenge eine Fettleber als alkoholbedingt gilt. Auch die Zahl der Neuerkrankungen lässt sich nur schwer angeben, weil die Erkrankung oft lange unbemerkt bleibt und häufig erst zufällig entdeckt wird.
Der wichtige Perspektivwechsel: Alkoholbedingte Leberschäden sind vielen Menschen ein Begriff. Die metabolische Fettleber ist weniger im Bewusstsein – betrifft durch Ernährung, Bewegungsmangel und Stoffwechselrisiken aber einen deutlich größeren Teil der Bevölkerung.
MAT-DE-2602578-1.0 – 06/2026
Literaturangaben der Originalmeldung
[1] Roeb E et al. Aktualisierte S2k-Leitlinie nicht-alkoholische Fettlebererkrankung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) – April 2022. AWMF-Registernummer 021-025. Z Gastroenterol 2022; 60(9): 1346–1421.
[2] Cusi K et al. Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease (MASLD) in People With Diabetes: The Need for Screening and Early Intervention. A Consensus Report of the American Diabetes Association. Diabetes Care 2025; 48(7): 1057–1082.
[3] Gundermann KJ et al. Essential phospholipids in fatty liver: a scientific update. Clin Exp Gastroenterol 2016; 9: 105–117.
[4] Gundermann KJ et al. Activity of essential phospholipids (EPL) from soybean in liver diseases. Pharmacol Rep 2011; 63(3): 643–659.
[5] Stefan N et al. Effect of Essential Phospholipids in Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease: A Randomised Phase 4 Clinical Trial. Liver Int 2026; 46(5): e70601.
Nachweis der Zuordnung [1]–[5]: Original-Pressemeldung vom 30. Juli 2026 einschließlich Literaturverzeichnis. Quellenzuordnung und Herstellerkennzeichnung ergänzt am 14. September 2026.
Quelle: opella.com
