Der Alkoholgehalt von Federweißem verändert sich während der Gärung
Federweißer ist teilweise gegorener Traubenmost. Süße, Kohlensäure und Alkoholgehalt ändern sich weiter – auch nach dem Kauf.

Hefen wandeln den natürlichen Traubenzucker in Ethanol und Kohlendioxid um. Zu Beginn schmeckt das Getränk sehr süß und enthält vergleichsweise wenig Alkohol. Mit fortschreitender Gärung wird es trockener und alkoholreicher.
Die schwebenden Hefen erinnern im Glas an kleine Federn und erklären den Namen. Je nach Region heißt das Getränk auch Rauscher, Sauser, Bitzler oder Brauser. Es kommt rund um die Weinlese in den Handel, meist vom Spätsommer bis in den Herbst. Der genaue Saisonbeginn hängt von Rebsorte, Anbaugebiet, Witterung und Reifeverlauf des jeweiligen Jahrgangs ab.
Wie viel Alkohol enthält Federweißer?
Ein einheitlicher Wert lässt sich nicht nennen. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts liegt Federweißer bei einem ausgewogenen Verhältnis von Süße, Säure und Alkohol häufig bei etwa fünf Volumenprozent. Bei vollständiger Vergärung sind je nach Most ungefähr elf Volumenprozent möglich. Aus dem Geschmack allein lässt sich der tatsächliche Gehalt nicht zuverlässig bestimmen.
Warum kann die Etikettangabe höher sein?
Federweißer wird in einem sich verändernden Zustand verkauft. Nach Informationen des Deutschen Weininstituts bezieht sich die Alkoholangabe auf dem Etikett deshalb auf den maximal möglichen Wert nach vollständiger Vergärung. Sie kann höher sein als der momentan vorhandene Alkoholgehalt. Der Federweiße ist trotzdem von Anfang an ein alkoholisches Getränk.
Stehend lagern und rechtzeitig kühlen
Während der Gärung entsteht weiterhin Kohlendioxid. Der Verschluss darf deshalb nicht vollständig gasdicht sein. Flasche stets aufrecht transportieren und lagern, damit Flüssigkeit nicht austritt. Schmeckt der Federweiße passend, kommt er in den Kühlschrank; Kälte verlangsamt die Gärung deutlich, beendet sie aber nicht sicher. Ist er noch sehr süß, kann er nach Empfehlung des Deutschen Weininstituts sechs bis acht Stunden aufrecht bei Zimmertemperatur weitergären, bevor er erneut probiert und anschließend gekühlt wird.
Federroter funktioniert nach demselben Prinzip
Federroter wird aus roten Trauben hergestellt. Auch bei ihm verändern sich Zucker- und Alkoholgehalt während der Gärung, und auch seine Flasche muss aufrecht stehen.
Wie Mindestalkohol und sichere Zubereitung bei einer anderen beliebten Spezialität zusammenhängen, erklärt die Warenkunde zu Eierlikör.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Rezept: Federweißer-Zwiebelkuchen

Zutaten für 1 Blech, etwa 12 Stücke
- 400 g Weizenmehl Type 550
- 1 Päckchen Trockenhefe, 7 g
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 200 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL Rapsöl
- 800 g Zwiebeln
- 1 EL Butter
- 200 g saure Sahne
- 3 Eier
- 100 ml Federweißer
- 1 TL Kümmel
- Salz und schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Mehl, Hefe, Salz und Zucker mischen. Wasser und Rapsöl zufügen und 8 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen.
- Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Abkühlen lassen.
- Saure Sahne, Eier, Federweißer und Kümmel verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln unterheben.
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf einem mit Backpapier belegten Blech ausrollen und die Zwiebelmasse gleichmäßig darauf verteilen.
- Zwiebelkuchen 35 bis 40 Minuten goldbraun backen und vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
Serviervorschlag: Lauwarm mit einem grünen Salat servieren.
Allergen- und Sicherheitshinweis: Das Rezept enthält glutenhaltiges Weizengetreide, Milch und Ei. Federweißer kann Sulfite enthalten; Kennzeichnung prüfen. Der Zwiebelkuchen enthält Alkohol und ist nicht für Kinder, Schwangere oder Personen geeignet, die Alkohol meiden. Backen garantiert keine vollständige Entfernung des Alkohols.
Rezept: food-monitor / KI
Rezept: Apfel-Zwiebelkuchen mit Kümmel

Zutaten für 4 Portionen
- 300 g Weizenmehl Type 550
- 1/2 Würfel frische Hefe (etwa 21 g)
- 170 ml lauwarmes Wasser
- 3 EL Rapsöl
- 1 TL Salz
- 800 g Zwiebeln
- 150 g geräucherter Speck in Würfeln
- 1 säuerlicher Apfel
- 3 Eier (Größe M)
- 200 g Schmand
- 1 TL Kümmelsamen
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl, 2 EL Rapsöl und Salz zugeben und 8 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.
- Die Zwiebeln halbieren und in dünne Streifen schneiden. Den Apfel vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
- Den Speck in einer großen Pfanne 3 Minuten auslassen. Das übrige Rapsöl und die Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Apfel und Kümmel einrühren und 2 Minuten mitdünsten. Leicht abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig ausrollen und eine mit Backpapier ausgelegte Springform mit etwa 26 cm Durchmesser damit auskleiden. Einen etwa 3 cm hohen Rand formen.
- Eier und Schmand verquirlen und mit Pfeffer würzen. Die Zwiebel-Apfel-Mischung auf dem Teig verteilen und den Eierguss gleichmäßig darübergeben.
- Den Zwiebelkuchen auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis die Füllung gestockt und die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
Serviervorschlag: Den Zwiebelkuchen passend zur herbstlichen Federweißer-Saison lauwarm servieren.
Allergenhinweis: Das Rezept enthält glutenhaltiges Weizengetreide, Ei und Milch. Bei verpacktem Speck zusätzlich die Kennzeichnung beachten.
Rezept: food-monitor / KI
Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 8. September 2026
Quellen: deutscheweine.de; bzfe.de; verbraucherzentrale.bayern / food-monitor
