Trotz enttäuschter Erwartungen sehen Investoren weiterhin Chancen bei alternativen Proteinen.
Die Branche hat weltweit fast 20 Milliarden US-Dollar eingeworben, blieb bei Geschmack, Textur und Preis jedoch vielfach hinter den Erwartungen zurück.
Nach Angaben des Good Food Institute sank das Wagniskapital für alternative Proteine im ersten Halbjahr 2026 von 341 auf 306 Millionen Euro. Zugleich hebt der englischsprachige Originalbeitrag von FoodNavigator die Fermentation als vergleichsweise dynamischen Bereich hervor: Unternehmen der Präzisionsfermentation nahmen 100 Millionen Euro ein und übertrafen damit den Vorjahreszeitraum. Bei der Biomassefermentation stieg das Volumen von 60 auf 99 Millionen Euro.
Als Beispiele nennt der Bericht Formo, Those Vegan Cowboys und New Culture. Formo erwartet eine Rückmeldung der US-Lebensmittelbehörde FDA zu seinem mithilfe von E. coli erzeugten Casein. Those Vegan Cowboys hat sein Casein-Angebot erweitert, New Culture ein zweites Patent erhalten und seine Mozzarella-Alternative in der Gastronomie eingeführt.
Trotz der technologischen Fortschritte bleiben Skalierung, Bezahlbarkeit, Nachfrage und Verbraucherakzeptanz entscheidende Hürden. Investoren richten ihren Blick deshalb stärker auf Verfahren und Produkte, die sich wirtschaftlich in größere Märkte überführen lassen.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
