Schon wenige Regeln helfen dabei, beim Fischeinkauf Herkunft, Fang oder Zucht und unabhängige Zertifizierungen zu berücksichtigen.
Die Initiative „Check deinen Fisch“ von ASC und MSC hat acht Empfehlungen für den Einkauf an Frischetheke, Kühlregal und Tiefkühltruhe zusammengestellt.
1. Auf unabhängige Zertifizierungen achten
Siegel bieten eine schnelle Orientierung. Das MSC-Siegel kennzeichnet Wildfisch aus einer unabhängig geprüften Fischerei, das ASC-Siegel Fisch und Meeresfrüchte aus Zuchten, die nach Umwelt-, Sozial- und Tierwohlkriterien bewertet wurden.
2. Nicht nur auf die Fischart schauen
Bei Wildfisch sind Fanggebiet und Fangmethode wichtig, bei Zuchtfisch die Umwelt- und Sozialstandards des Herkunftsbetriebs. Die Fischart allein erlaubt deshalb keine verlässliche Nachhaltigkeitsbewertung.
3. Mehr Vielfalt auf den Teller bringen
Wer neben Lachs und Thunfisch auch andere zertifizierte Arten wählt, verteilt die Nachfrage. Stark gefährdete Arten wie der Europäische Aal sollten gemieden werden.
4. Saison ist nicht alles
Saisonale Bezeichnungen wie Matjes, Maischolle, Skrei oder Muscheln bedeuten nicht automatisch, dass ein Produkt nachhaltig erzeugt oder gefangen wurde.
5. Lebensmittelverschwendung vermeiden
Nur die benötigte Menge einzukaufen und ganze Fische möglichst vollständig zu verwerten, schont die wertvolle Ressource. Gräten und Karkassen können beispielsweise für Fischfond genutzt werden.
6. Tiefkühlfisch bewusst nutzen
Tiefkühlprodukte sind häufig bereits portioniert und länger lagerfähig. Gerade kleineren Haushalten können sie helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
7. Fisch bewusst genießen
Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche reichen nach Angaben der Initiative aus, um die ernährungsphysiologischen Vorteile zu nutzen. Grundlage bleibt eine abwechslungsreiche Ernährung mit hohem Pflanzenanteil.
8. Werbeaussagen kritisch prüfen
Allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „grün“ müssen künftig nachvollziehbar erläutert und belegt werden. Unabhängig geprüfte Zertifizierungen sind von bloßen werblichen Umweltversprechen zu unterscheiden.
