Gemüsechips im Marktcheck 2020: Kalorien, Fett und Salz

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Gemüsechips und Snacks aus Hülsenfrüchten wirken durch Zutaten wie Rote Bete, Pastinake, Linse oder Erbse oft günstiger als klassische Kartoffelchips. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW aus dem Mai 2020 zeigte jedoch: Die damals untersuchten Produkte waren nicht automatisch energie-, fett- oder salzärmer.

Verschiedene Gemüse- und Kartoffelchips in Schalen
Foto: Verbraucherzentrale NRW

80 Produkte im Vergleich

Die Verbraucherzentrale verglich Nährwertangaben von 80 frittierten oder gebackenen Knabberprodukten: 37 Varianten auf Basis von Hülsenfrüchten, 21 Gemüsechips und 22 Puff-Snacks von insgesamt 27 Herstellern. Die Werte beschreiben die 2020 erhobene Stichprobe. Rezepturen und Sortiment können sich seitdem verändert haben.

Gemüsechips ähnlich energiereich wie Kartoffelchips

Als Vergleichswert nannte der Marktcheck für Kartoffelchips durchschnittlich etwa 535 Kilokalorien und 34 Gramm Fett je 100 Gramm. Die geprüften Gemüsechips lagen im Mittel bei rund 500 Kilokalorien und 32 Gramm Fett. Damit waren sie trotz Gemüsebezug im Durchschnitt ähnlich energiedicht.

Snacks aus Linsen, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten enthielten im Mittel etwa 440 Kilokalorien und 16 Gramm Fett je 100 Gramm. Das war weniger als bei den verglichenen Kartoffelchips, aber weiterhin eine erhebliche Energiemenge. Gepuffte Produkte wiesen besonders große Unterschiede auf: Laut Marktcheck reichte die Spanne von 380 bis 480 Kilokalorien sowie von 1,8 bis 23 Gramm Fett je 100 Gramm.

Salz blieb ein wichtiger Vergleichspunkt

Die untersuchten Hülsenfrucht-Snacks kamen im Mittel auf 2,3 Gramm Salz je 100 Gramm. Eine angenommene Portion von 60 Gramm lieferte damit etwa 1,4 Gramm Salz. Zum Vergleich: Die DGE nennt für Erwachsene einen Orientierungswert von bis zu 6 Gramm Speisesalz pro Tag. Dieser Wert ist keine Empfehlung, ihn auszuschöpfen, sondern dient der Begrenzung der Gesamtzufuhr.

Gemüsechips enthielten in der Stichprobe etwas weniger Salz als die klassischen Kartoffelchips. Puff-Snacks lagen im Mittel bei 0,8 Gramm je 100 Gramm. Entscheidend bleibt der Blick auf das konkrete Produkt, weil Mittelwerte einzelne große Unterschiede verdecken.

So lassen sich Knabbersnacks vergleichen

  • Nährwerte immer je 100 Gramm vergleichen, nicht nur Werbeaussagen auf der Vorderseite.
  • Fett, Energie und Salz gemeinsam betrachten.
  • Angaben wie „Proteinquelle“ oder „30 Prozent weniger Fett“ nicht mit einem insgesamt kalorienarmen Produkt gleichsetzen.
  • Eine Portion in eine Schale füllen, statt direkt aus der Packung zu essen.

Der Nutri-Score kann beim Vergleich ähnlicher Produkte helfen, ist in Deutschland aber eine freiwillige Kennzeichnung und ersetzt nicht die Nährwerttabelle. Weitere Hintergründe finden sich im Bericht der Verbraucherzentrale NRW und in den DGE-Informationen zu Speisesalz.

Aktualisiert am 6. September 2026
Quelle: Verbraucherzentrale NRW / DGE / food-monitor / KI