Antibiotikaresistenz ist Leitthema im Bundesgesundheitsblatt – Update 2026

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Antibiotikaresistenz ist der Weltgesundheitsorganisation zufolge eine der zehn größten Bedrohungen weltweit. Sie führt zu erheblicher Krankheitslast, Sterblichkeit und wirtschaftlicher Belastung – auch in Deutschland.

Das Bundesgesundheitsblatt widmet sich in seiner Mai-Ausgabe der Frage „Antibiotikaresistenz – eine unendliche Geschichte?“. In elf Beiträgen werden Ursachen, Einflussfaktoren und Interventionsmöglichkeiten entlang der gesamten One-Health-Kette, also im Zusammenspiel von Mensch, Tier und Umwelt beleuchtet, darunter die Entstehungsmechanismen von Resistenzen in der Umwelt, der Antibiotikaeinsatz bei Geflügel, Besonderheiten in der Antibiotikaanwendung bei Kindern und Älteren, Entwicklungen in der Phagen-Therapie, die Bedeutung von Antibiotic Stewardship und der Einsatz von Impfstoffen zur Prävention bakterieller Resistenzentwicklung. Ein Beitrag aus dem RKI befasst sich mit der Entwicklung der Epidemiologie antibiotikaresistenter Erreger in der Humanmedizin und deren Bedeutung für das Gesundheitssystem.

Im Editorial betonen die Heft-Koordinatoren Sebastian Günther von der Universität Greifswald und Peter Heisig (emeritiert) von der Universität Hamburg, „dass Antibiotikaresistenzen nicht allein ein mikrobiologisches oder klinisches Problem darstellen, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, epidemiologischer, ökologischer und gesellschaftlicher Faktoren geprägt sind. Ein wirksamer Umgang mit antimikrobiellen Resistenzen erfordert daher ein integriertes Verständnis dieser Zusammenhänge sowie koordinierte Maßnahmen.“ Das Heft solle dazu ermutigen, durch einen breiten Erfahrungsaustausch die globale Herausforderung der Antibiotikaresistenz gemeinsam anzugehen „und für Patienten verständlich und akzeptabel umzusetzen“, so die Autoren.

rki.de