Apfelessig im Test: Pestizidrückstände in zwei Produkten

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21 von 23 Produkten waren bio-zertifiziert

ÖKO-TEST untersuchte 23 naturtrübe Apfelessige. 21 Produkte trugen ein Bio-Siegel. Fast alle schnitten nach den angewandten Testkriterien mit „gut“ oder „sehr gut“ ab; bei zwei konventionellen Produkten führten Pestizidrückstände zu Abwertungen.

Cover des ÖKO-TEST-Magazins mit Apfelessig-Test

Welche Rückstände gefunden wurden

Im „Feldmann Apfelessig naturtrüb“ und im „K-Classic Naturtrüber Apfelessig“ wies das beauftragte Labor Spuren eines Captan-Metaboliten nach. Im K-Classic-Produkt wurde zusätzlich ein weiterer Pestizidrückstand gefunden.

Nach Darstellung von ÖKO-TEST ging von den gemessenen Mengen keine akute Gesundheitsgefahr aus. Das Magazin wertete die Funde dennoch ab, weil es Captan als besonders bedenkliches Pestizid beurteilt und Pestizideinsatz auch unter Arbeits- und Umweltaspekten bewertet. Eine Abwertung im Produkttest ist daher nicht gleichbedeutend mit einer behördlich festgestellten akuten Gesundheitsgefahr.

Verpackung floss ebenfalls in die Bewertung ein

Beutelsbacher und Dennree boten ihre naturtrüben Apfelessige laut Test in Mehrwegflaschen an. Die meisten übrigen Produkte waren in Einweg-Glas verpackt. Mehrweg kann ökologisch vorteilhaft sein, wenn Flaschen häufig wiederbefüllt und über kurze Wege transportiert werden. Das Verpackungsergebnis sagt nichts über die chemische oder sensorische Qualität des Essigs aus, gehört aber zum erweiterten Bewertungsansatz des Magazins.

So sind Testergebnisse einzuordnen

Ein Produkttest ist eine Momentaufnahme der eingekauften Chargen und der gewählten Kriterien. Rezepturen, Rohwarenherkunft und Rückstandssituation können sich später ändern. Wer ein bestimmtes Produkt kauft, sollte deshalb zusätzlich auf aktuelles Mindesthaltbarkeitsdatum, unbeschädigten Verschluss und Herstellerinformationen achten.

Ein gutes Testergebnis belegt außerdem keine besondere Gesundheitswirkung. Apfelessig ist vor allem ein säurehaltiges Würzmittel. Er liefert in üblichen Mengen keine entscheidende Vitamin- oder Mineralstoffmenge und ersetzt weder Behandlung noch eine ausgewogene Ernährung.

Praktische Verwendung

Für Dressings, Marinaden und eingelegtes Gemüse lässt sich Apfelessig gut dosieren. Wer ihn als Getränk verwendet, sollte ihn deutlich mit Wasser verdünnen, nicht dauerhaft im Mund behalten und die Zähne nicht unmittelbar danach kräftig putzen. Unverdünnter häufiger Konsum kann Zahnschmelz und Schleimhäute belasten; bei Reflux können Beschwerden zunehmen.

Warum Laborfunde zu bioaktiven Stoffen noch kein klinischer Wirknachweis sind, erklärt Apfelessig-Forschung: Bioaktive Stoffe, aber noch kein Wirknachweis.

Testinformation: ÖKO-TEST – aktuelle Lebensmitteltests.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026

Quelle: ÖKO-TEST / food-monitor