Apfel-Direktsäfte im ÖKO-TEST 2010: gute Noten für Streuobst

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ÖKO-TEST untersuchte 2010 insgesamt 25 naturtrübe Apfel-Direktsäfte. Vier von fünf Produkten erhielten damals „gut“ oder „sehr gut“; besonders positiv bewertete das Magazin Säfte aus Streuobst.

Glas und Flasche mit naturtrübem Apfelsaft neben Äpfeln
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Ergebnisse des historischen Tests

ÖKO-TEST kaufte 25 regional und überregional angebotene naturtrübe Direktsäfte ein. Nach den damaligen Bewertungskriterien schnitten die meisten Produkte gut ab. In einem Saft beanstandete das Labor Patulin, ein Schimmelpilzgift, das unter anderem entstehen kann, wenn faulige oder beschädigte Äpfel verarbeitet werden. In einem weiteren Produkt wurde ein aus Sicht des Magazins erhöhter Aluminiumgehalt gemessen.

Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die 2010 untersuchten Produkte und Chargen. Sie sind keine aktuelle Kaufempfehlung und lassen sich nicht ohne neue Laboranalyse auf heute angebotene Säfte übertragen.

Was Streuobst auszeichnet

Streuobstwiesen bestehen meist aus hochstämmigen Obstbäumen unterschiedlicher Sorten, die mit größeren Abständen in der Landschaft stehen. Sie können artenreiche Lebensräume bieten und alte regionale Apfelsorten erhalten. Pflege und Ernte sind häufig aufwendiger als in intensiv bewirtschafteten Niederstammanlagen.

Die Bezeichnung „Streuobst“ allein sagt jedoch noch nicht aus, ob ein Saft aus ökologischem Landbau stammt oder nach einem bestimmten Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert ist. Dafür sind die konkreten Herkunfts- und Siegelangaben maßgeblich.

Direktsaft und Saft aus Konzentrat

Direktsaft wird nach dem Pressen haltbar gemacht und abgefüllt beziehungsweise vor der Abfüllung gelagert. Für Saft aus Konzentrat wird zunächst Wasser entzogen; später werden Wasser und die zurückgewonnenen Aromabestandteile wieder ergänzt. Beide Erzeugnisse bestehen als Apfelsaft zu 100 Prozent aus Frucht. Die Herstellungsart muss gekennzeichnet werden.

Apfelsaft ist kein idealer Durstlöscher

Die frühere Formulierung vom „gesunden Durstlöscher“ ist zu pauschal. Apfelsaft enthält von Natur aus viel Zucker und liefert ähnlich viele Kalorien wie manche Erfrischungsgetränke. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt Fruchtsaft deshalb in Maßen; für eine Schorle eignet sich ein Verhältnis von einem Teil Saft zu drei Teilen Wasser.

Veraltete Marktangaben entfernt

Die im ursprünglichen Beitrag genannten Verbrauchsmengen, Importländer und Preise stammten aus dem Jahr 2010. Sie wurden nicht als aktuelle Daten fortgeschrieben. Wer die Herkunft wichtig findet, sollte auf die konkrete Kennzeichnung und nachvollziehbare regionale Angaben achten.

Quellen

Historischer Produkttest von 2010 / fachlich eingeordnet und aktualisiert am 6. September 2026 / food-monitor / KI