Es grünt so grün: Saison für Blattspinat

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Blattspinat ist vielseitig, leicht verderblich und sollte gründlich gewaschen sowie rasch verarbeitet werden.

Frische Blätter von Blattspinat
Fotolia #102087548 © pilipphoto – Lizenznehmer: food-monitor

Der oft zitierte außergewöhnlich hohe Eisengehalt ist ein Mythos. Spinat liefert dennoch Eisen sowie unter anderem Folat, Kalium, Carotinoide und Vitamin K. Pflanzliches Eisen wird weniger gut aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln; Vitamin-C-reiche Zutaten können die Aufnahme unterstützen.

Waschen und zubereiten

Frischen Spinat mehrmals in kaltem Trinkwasser waschen, bis keine Erde oder Sandreste mehr vorhanden sind. Welke oder schleimige Blätter aussortieren. Dicke Stiele nach Wunsch entfernen. Die Blätter können gedünstet, blanchiert oder direkt in Pfannengerichten gegart werden.

Junger Spinat wird auch roh angeboten. Waschen reduziert die Keimbelastung, beseitigt Krankheitserreger aber nicht sicher. Schwangere, ältere oder immungeschwächte Menschen sollten bei rohem Blattgemüse besonders auf Frische und Hygiene achten.

Nitrat und erneutes Erhitzen

Spinat kann viel Nitrat enthalten. Problematisch wird es, wenn Bakterien daraus Nitrit bilden. Gekochte Reste deshalb nicht lange warmhalten: rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag einmal vollständig durcherhitzen. Für Säuglinge gelten strengere Vorsichtsregeln; selbst zubereitete nitrathaltige Gemüsebreie sollten nicht erneut aufgewärmt werden.

Weitere Unterschiede und Hinweise stehen im Beitrag Spinat und Mangold: Unterschiede und Zubereitung.

Einkauf und Lagerung

Frischer Blattspinat hat knackige, grüne Blätter ohne welke Stellen. Er hält sich im Gemüsefach meist nur ein bis zwei Tage. Tiefgekühlter Spinat ist eine praktische Alternative und sollte nach Packungsangabe durcherhitzt werden.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Cremiges Spinatrisotto mit Zitrone

Cremiges Spinatrisotto mit Parmesan und feinen Zitronenzesten
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Risottoreis
  • 300 g frischer Blattspinat
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml trockener Weißwein oder zusätzliche Gemüsebrühe
  • 900 ml heiße Gemüsebrühe
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 40 g Butter
  • 60 g Parmesan
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Spinat gründlich waschen, harte Stiele entfernen und Blätter abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln.
  2. 1 EL Öl erhitzen. Spinat portionsweise 2 bis 3 Minuten zusammenfallen lassen. Herausnehmen und grob hacken.
  3. Übriges Öl erhitzen. Zwiebel 3 Minuten dünsten, Knoblauch und Reis zugeben und 1 Minute mitdünsten.
  4. Mit Weißwein oder Brühe ablöschen. Nach und nach heiße Brühe zugießen und Reis unter häufigem Rühren 18 bis 20 Minuten garen.
  5. Zitrone heiß waschen, Schale abreiben und 1 EL Saft auspressen. Spinat, Butter, 40 g Parmesan, Zitronensaft und die Hälfte des Abriebs unterrühren.
  6. Abschmecken, vom Herd nehmen und 3 Minuten ruhen lassen. Sofort servieren.

Hinweis: Alkohol verdampft beim Kochen nicht zwingend vollständig. Für Kinder, Schwangere und Personen, die Alkohol meiden, ausschließlich Brühe verwenden.

Allergenhinweis: Enthält Milch. Gemüsebrühe kann Sellerie, Weißwein Sulfite enthalten.

Rezept: food-monitor / KI