Für Suppe, Bolognese und Bratlinge.

Tellerlinsen haben ein erdiges bis leicht nussiges Aroma und werden beim Kochen weich und sämig. Das macht sie vielseitig einsetzbar – von Suppe und Eintopf bis zu Aufstrich und Bratling.
In der schwäbischen Küche werden Tellerlinsen traditionell mit Spätzle serviert. Sie passen außerdem als Püree, Salat oder Bowl-Beilage zu Gemüse, Fisch oder Fleisch.
Waschen und bei Bedarf einweichen.
Getrocknete Tellerlinsen vor der Verarbeitung gründlich waschen. Anschließend können sie acht bis zwölf Stunden in der dreifachen Menge Wasser eingeweicht werden. Das verkürzt die Kochzeit und kann die Bekömmlichkeit verbessern.
Wer nach Hülsenfrüchten zu Verdauungsbeschwerden neigt, kann das Einweichwasser wegschütten und die Linsen in frischem Wasser garen. Kleine Portionen zu Beginn helfen dem Verdauungssystem, sich an Hülsenfrüchte zu gewöhnen.
Kochzeit, Salz und Säure.
Eingeweichte Tellerlinsen sind nach etwa 20 bis 30 Minuten gar. Ohne Einweichen dauert es länger; maßgeblich sind die Angaben auf der Verpackung. Salz oder Gemüsebrühe dürfen bereits zu Beginn ins Kochwasser. Das wird im Beitrag Linsen mit Salz kochen näher erläutert.
Säure kann dagegen das Weichwerden verzögern. Essig oder Zitronensaft deshalb erst kurz vor dem Servieren zugeben.
Nährstoffe und Lagerung.
Linsen liefern pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Calcium und Eisen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte zu essen.
Getrocknete Linsen sind kühl, trocken und lichtgeschützt jahrelang haltbar. Am besten bleiben sie in der Originalverpackung oder kommen in ein dicht schließendes Gefäß. Vorgegarte Linsen aus Dose, Glas oder Beutel können direkt gegessen oder weiterverarbeitet werden.
Autorin: Heike Kreutz, BZfE
Quelle: bzfe.de
Rezept: Tellerlinsen-Bolognese mit Vollkornspaghetti.

Zubereitungszeit: etwa 50 Minuten
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g getrocknete Tellerlinsen
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- 2 Stangen Staudensellerie
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Rapsöl
- 2 EL Tomatenmark
- 800 g gehackte Tomaten
- 500 ml Gemüsebrühe, bei Bedarf etwas mehr
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Balsamico-Essig
- 320 g Vollkornspaghetti
- ½ Bund glatte Petersilie
- Salz und schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Tellerlinsen in einem Sieb gründlich waschen. Zwiebel, Möhren und Knoblauch schälen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Möhren und Sellerie klein würfeln.
- Rapsöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Möhren und Sellerie darin 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Knoblauch und Tomatenmark zufügen und 1 Minute mitrösten.
- Linsen, gehackte Tomaten, Gemüsebrühe, Oregano und Lorbeerblatt ergänzen. Aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze 30 bis 40 Minuten garen, bis die Linsen weich sind. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
- Währenddessen die Vollkornspaghetti nach Packungsangabe bissfest kochen. Petersilie waschen, trockenschütteln und hacken.
- Lorbeerblatt entfernen. Die Linsen-Bolognese mit Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Spaghetti anrichten und mit Petersilie bestreuen.
Serviervorschlag: Dazu passt ein grüner Blattsalat.
Allergene: Glutenhaltiges Getreide und Sellerie. Zusätzlich die Zutatenliste der Gemüsebrühe beachten.
Aufbewahrung: Übrig gebliebene Sauce rasch abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen vollständig durcherhitzt verbrauchen.
Rezept: food-monitor / KI
