Grillpilze: Champignons vorbereiten, füllen und sicher grillen

Grillpilze
Fotolia #109806596 © pilipphoto – Lizenznehmer: food-monitor

Pilze eignen sich mit ihrer festen Struktur und ihrem würzigen Aroma als eigenständiger Bestandteil eines Grilltellers. Große Champignons oder Portobellos lassen sich direkt grillen und füllen; kleinere feste Pilze gelingen im Grillkorb oder auf Spießen.

Wie energiereich das Gericht wird und wie lange es sättigt, hängt vor allem von Menge, Marinade, Käse, Butter und weiteren Beilagen ab. Pauschale Aussagen, Grillpilze seien für bestimmte Erkrankungen besonders geeignet oder stärkten die Abwehrkräfte, sind nicht begründet. Individuelle Ernährungsempfehlungen bei Diabetes, Gicht oder Fettstoffwechselstörungen gehören in die fachliche Beratung.

Kleinere Pilze werden meist auf Spießchen gesteckt, gern zusammen mit Gemüsestücken – Paprika, Zucchini, Zwiebeln. So lassen sie sich besser auf dem Grill wenden, als kleinere Pilze, die einzeln auf dem Rost liegen. Pilze können beispielsweise mit Sojasoße, Reiswein, Gewürzen und Koriander mariniert werden. Bis zum Grillen bleiben sie abgedeckt im Kühlschrank; übrig gebliebene Marinade mit Lebensmittelkontakt nicht ungekocht als Soße verwenden. Schon von der Farbe her erfreuen derartige Spieße das Auge und sie schmecken einfach lecker.

Fast noch besser eignen sich Riesenchampignons für den Grill, die deshalb oft auch als Grillpilze bezeichnet werden. Diese Riesenpilze sind ganz einfach Champignon-Sorten, die besonders große Hüte sprießen lassen. Während normalgroße Champignons bis 6 cm große Hüte entwickeln, wachsen Riesenchampignons zu 12 bis 15 cm großen Hüten heran. Mit ihrer flachen Schalenform bieten sie sich einfach an, auf vielerlei Art gefüllt zu werden.

Vor der Zubereitung Substratreste mit Bürste oder feuchtem Tuch entfernen. Stark verschmutzte Pilze können kurz unter fließendem Wasser abgespült und anschließend sorgfältig getrocknet werden; Schälen und Entfernen der Lamellen ist bei frischen Kulturpilzen in der Regel nicht nötig. Die Stielbasis frisch anschneiden. Für gefüllte Pilze den Stiel vorsichtig herausdrehen oder schneiden und je nach Rezept mitverwenden.

Wer es ganz unkompliziert mag, legt die rundum leicht eingeölten Pilzhüte nun pur auf den Grill, lässt sie von beiden Seiten bräunen. Erst danach wird gesalzen und gepfeffert. Wer vorher salzt, entzieht dem Pilz zu viel Flüssigkeit. Danach eventuell noch etwas Zitronensaft drüber träufeln und zum Schluss ein Stückchen Kräuterbutter im Hut zum Schmelzen bringen. Schon so schlicht schmecken die großen Pilze einfach unglaublich gut. Man kann sie aber auch mit einer Mischung aus Fetakäse, Tomatenstückchen, Knoblauch und Kräutern füllen.

Wer nicht streng vegetarisch lebt, mischt vielleicht gedünstete Zwiebeln, Schinkenwürfelchen und Mozzarella als Füllung. Es darf aber auch Frischkäse mit Paprikastückchen, kleingehackten Pilzstielen und Kräutern sein. Semmelbrösel, gehackte Nüsse, Sesamkörner darüber gestreut, verleihen den Hüten eine knusprige Kruste. Grundsätzlich vertragen sich Pilze mit fast allen schmelzbaren Käsen, mit Knoblauch, Zwiebeln und vielerlei Kräutern.

Füllungen und Portionsgröße lassen sich an Beilagen und Appetit anpassen. Gefüllte Pilze mit Käse oder Schinken bis zum Grillen kühlen und anschließend vollständig erhitzen. Saubere Zangen und Teller verwenden und gegarte Pilze nicht mit Utensilien für rohe tierische Zutaten berühren.

Für Pfanne, Topf, Dünsten und die sichere Verwendung von Resten ergänzt Pilze vorbereiten und garen: Pfanne, Topf und Grill diese spezielle Grillanleitung.

Einen breiteren Überblick zu Gemüse, Käse und Tofu bietet der Ratgeber „Grillideen ohne Fleisch“.

Allergenhinweis: Je nach Marinade und Füllung können Milch, Soja, glutenhaltiges Getreide, Sesam oder Schalenfrüchte enthalten sein.

Quelle des ursprünglichen Beitrags: Das Grüne Medienhaus. Aktualisierte fachliche Grundlagen: BZfE, Bunte Vielfalt auf dem Grill und BZfE, How-to Pilze.