Süßkartoffeln werden zunehmend auch in Deutschland angebaut, bleiben aber eine wärmeliebende Kultur.

Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas) gehört zu den Windengewächsen. Gegessen werden verdickte Speicherwurzeln, keine Kartoffelknollen. Der deutsche Markt wird überwiegend durch Importe versorgt; zugleich bauen einzelne Betriebe Süßkartoffeln in geeigneten Regionen erfolgreich an. Verlässliche aktuelle Flächen- und Marktanteile sind nicht für jedes Jahr verfügbar, deshalb wurden ältere Schätzwerte aus diesem Beitrag entfernt.
Anbau in Deutschland
Süßkartoffeln benötigen viel Wärme, Licht und eine ausreichende Wasserversorgung. Gepflanzt werden meist bewurzelte Stecklinge, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden ausreichend warm ist. Je nach Sorte und Standort dauert die Kultur ungefähr drei bis vier Monate. Die empfindlichen Speicherwurzeln müssen schonend geerntet werden, weil Verletzungen die Lagerfähigkeit verkürzen.
Nach der Ernte kann ein kontrolliertes „Curing“ bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit kleine Wunden schließen und die Schale festigen. Das ist ein professioneller Verarbeitungsschritt und nicht mit warmer Lagerung im Haushalt gleichzusetzen. Zu Hause lagern Süßkartoffeln dunkel, luftig und bei etwa 13 bis 15 Grad Celsius; der Kühlschrank ist meist zu kalt.
Sorten und Verwendung
Neben der verbreiteten orangefleischigen Sorte „Beauregard“ gibt es weiß-, gelb- und violettfleischige Sorten. Geschmack und Garzeit unterscheiden sich. Süßkartoffeln eignen sich für Suppen, Püree, Ofengemüse, Currys, Bratlinge und Gebäck.
Sie liefern vor allem Kohlenhydrate, außerdem Ballaststoffe, Kalium und je nach Farbe unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Der genaue Nährstoffgehalt hängt von Sorte und Zubereitung ab. Mehr zu Einkauf und Lagerung steht im Beitrag Süßkartoffel: Sorten, Lagerung und Zubereitung.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / food-monitor
Rezept: Süßkartoffel-Bohnen-Bratlinge mit Kräuterjoghurt

Zutaten für 4 Portionen
- 700 g Süßkartoffeln
- 240 g schwarze Bohnen, gegart und abgetropft
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Ei (Größe M)
- 80 g zarte Haferflocken
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
- 4 EL Rapsöl
- 250 g Naturjoghurt
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- 2 EL Zitronensaft
- 100 g gemischter Blattsalat
- 1/2 Salatgurke
- 4 Radieschen
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Süßkartoffeln schälen, in 2 cm große Würfel schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 12 bis 15 Minuten weich garen. Abgießen, gut ausdampfen lassen und grob zerstampfen.
- Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Schwarze Bohnen grob zerdrücken. Mit Süßkartoffeln, Ei, Haferflocken, Kreuzkümmel, Paprikapulver, 1/2 TL Salz und Pfeffer mischen. 15 Minuten quellen lassen.
- Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Mit Joghurt und 1 EL Zitronensaft verrühren, salzen und pfeffern.
- Salat, Gurke und Radieschen gründlich waschen. Salat trocken schleudern, Gurke und Radieschen in dünne Scheiben schneiden. Mit 1 EL Rapsöl und dem übrigen Zitronensaft mischen.
- Aus der Masse acht Bratlinge formen. Das restliche Öl erhitzen und die Bratlinge bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4 bis 5 Minuten goldbraun und vollständig durchgaren.
- Je zwei Bratlinge mit Kräuterjoghurt und Salat anrichten.
Serviervorschlag: Reste rasch abkühlen, abgedeckt kühlen und am nächsten Tag vollständig durcherhitzen.
Allergenhinweis: Enthält Ei, Milch und Hafer. Bei Zöliakie nur ausdrücklich glutenfreie Haferflocken verwenden.
Rezept: food-monitor / KI
