Die Süßkartoffel hat sich vom Trendgemüse zum vielseitigen Küchenklassiker entwickelt.

Die leicht mehlige Speicherwurzel mit süßlichem bis fein-nussigem Aroma schmeckt als Pommes, Püree, Suppe, Ofengemüse und in Currys. Auch süßes Gebäck lässt sich damit zubereiten.
Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas), auch Batate genannt, stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Trotz ihres Namens ist sie mit der Kartoffel nicht eng verwandt: Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen, die Süßkartoffel zu den Windengewächsen. Bei der Süßkartoffel essen wir verdickte Speicherwurzeln; Kartoffeln sind dagegen unterirdische Sprossknollen.
Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch weiß, gelb, orange oder violett. Orangefarbene Sorten enthalten Carotinoide, violette Sorten Anthocyane. Süßkartoffeln liefern außerdem Stärke, Ballaststoffe und Kalium. Ihr Nährstoffgehalt hängt von Sorte, Anbau und Zubereitung ab.
Einkauf und Lagerung
Beim Einkauf sollten die Wurzeln fest, trocken und unbeschädigt sein. Süßkartoffeln mögen es dunkel, luftig und nicht zu kalt. Bei etwa 13 bis 15 Grad Celsius können sie mehrere Wochen lagern; der Kühlschrank ist dafür meist zu kalt.
Die Ware stammt häufig aus europäischen und außereuropäischen Anbaugebieten. Auch deutsche Betriebe bauen Süßkartoffeln an, bislang jedoch in vergleichsweise kleinen Mengen. Wer Transportwege berücksichtigen möchte, achtet auf die Herkunftsangabe. Mehr über Anbau und Verwendung steht im Beitrag Süßkartoffeln – Gemüse mit Potenzial.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor
Rezept: Süßkartoffel-Gnocchi mit Spinat und Salbeibutter
Zutaten für 4 Portionen
- 800 g Süßkartoffeln
- 220 g Weizenmehl Type 405, plus etwas zum Formen
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
- 150 g junger Blattspinat
- 60 g Butter
- 12 Salbeiblätter
- 50 g Walnusskerne
- 40 g Parmesan
- Salz
- schwarzer Pfeffer

Zubereitung
- Süßkartoffeln gründlich waschen und ungeschält in Salzwasser je nach Größe 25 bis 35 Minuten weich garen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Das Püree vollständig abkühlen lassen.
- Eigelb, Muskat und 1/2 TL Salz unter das Püree rühren. Zunächst 200 g Mehl kurz einarbeiten. Nur falls der Teig noch stark klebt, das restliche Mehl portionsweise zugeben; nicht länger als nötig kneten.
- Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu etwa 2 cm dicken Rollen formen, in 2 cm breite Stücke schneiden und jedes Stück mit einer Gabel leicht eindrücken.
- Gnocchi portionsweise in knapp siedendem Salzwasser garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 1 Minute ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle herausheben.
- Walnüsse grob hacken und in einer großen Pfanne ohne Fett 2 bis 3 Minuten rösten, dann herausnehmen. Butter und Salbei in die Pfanne geben und erhitzen, bis die Butter leicht bräunt. Spinat zufügen und 1 bis 2 Minuten zusammenfallen lassen.
- Gnocchi und Walnüsse vorsichtig unterschwenken, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit fein geriebenem Parmesan bestreuen.
Serviervorschlag: Direkt aus der Pfanne auf vorgewärmten Tellern servieren.
Allergenhinweis: Enthält glutenhaltiges Weizenmehl, Ei, Milch und Walnüsse.
Rezept: food-monitor / KI
