Wie ein Unverpacktladen zum sozialen Treffpunkt wird
Viele wurden mit großer Motivation gegründet – und verschwanden bald wieder vom Markt. Das Bundeszentrum für Ernährung traf sich mit Lisa-Marie Hagels, deren Geschäft weit mehr ist als ein klassischer Unverpacktladen. Was macht „LiMa’s fairpackte Welt“ anders? Und warum gibt es diesen Laden noch?
Hier kann man Nudeln, Mehl, Nüsse, Müsli und sogar Waschmittel kaufen – alles unverpackt. Und schnell wird klar: LiMa’s ist keine anonyme Einkaufswelt. Hier geht es nicht nur um Produkte, sondern um Menschen, Geschichten und Beziehungen. Die Kundschaft interessiert sich dafür, wo Lebensmittel herkommen und wer sie produziert. Hagels kennt viele ihrer Kundinnen und Kunden persönlich – oft inklusive Lieblingsprodukt und Lebensgeschichte.
Vielleicht liegt genau darin das Erfolgsgeheimnis von „LiMa’s fairpackter Welt“. Hagels war viele Jahre lang Sozialarbeiterin. Sie kann Menschen verbinden, Netzwerke schaffen und Ideen entwickeln, zum Beispiel, wie lokale Anbieter, Gastronomie und Kundschaft gemeinsam nachhaltiger handeln können. Ihr Laden ist nicht nur Verkaufsraum, sondern Treffpunkt, Austauschort und Ideenschmiede für ein nachhaltigeres Morgen – in Bonn und darüber hinaus.
Die Wurzeln dafür reichen bis nach Südamerika. Auf einer Reise durch die Atacama-Wüste träumte Hagels von einem Raum, in dem Menschen zusammenkommen und bewusster konsumieren können. Ihre erste Reaktion auf diesen Gedanken beschreibt sie selbst ironisch mit den Worten: „Backpackerin verändert die Welt – herzlichen Glückwunsch, Lisa.“ Doch aus dem Gedanken wird Realität. Sie wagt den Schritt in die Selbstständigkeit – mitten in unsicheren Zeiten.
Dass LiMa’s heute noch existiert, ist nicht selbstverständlich. Der Weg war geprägt von Herausforderungen und viel persönlichem Risiko. Möglich wurde er durch Mut, familiären Rückhalt und den festen Willen, etwas zu verändern.
Die neue Foodsteps-Folge erzählt die Geschichte einer Frau, die Nachhaltigkeit nicht als Trend versteht, sondern als soziale Aufgabe. Und sie zeigt, warum Zukunft dort beginnt, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Historischer Folgenhinweis: Für den 24. Juni 2026 war eine weitere Folge von „Foodsteps: Nachhaltigkeitsstorys aus dem Bundeszentrum für Ernährung“ angekündigt. Thema war der Besuch von Podcast-Host Sebastian H. Schroeder bei Karin Beier in einem kleinen Dorf in der Altmark. Die Ankündigung stellte sie als erste Bio-Bäckerin in Sachsen-Anhalt vor und beschrieb ihre Ideen, Brot in der Region zu verteilen. Der angekündigte Termin ist inzwischen vergangen.
Zur Podcast-Reihe: Der Überblick Neuer Podcast „Foodsteps“: Geschichten über Ernährung, Nachhaltigkeit und Zukunft stellt Konzept und erste Staffel vor. Weitere Beiträge bündelt der Hub Ernährungskommunikation und Suchintentionen im Internet.
Originalbeitrag des Bundeszentrums für Ernährung: Müsli, Müll und Miteinander.
Aktualisiert am 17. August 2026. Bearbeitung: food-monitor / KI.
Quelle: bzfe.de
