Schälgurken sind Klassiker der Hausmannskost

Schälgurken werden traditionell serviert mit cremiger Dillsoße, Kartoffeln und gebratenem Speck.

Schälgurken
Foto: food-monitor / KI

Doch Schälgurken können deutlich mehr. Ob gegrillt mit Feta, gefüllt mit Gemüse oder Pilzen, als Curry mit Linsen, als lauwarmer Salat mit Zitronendressing oder traditionell als Schmorgurken, sie sind überraschend vielseitig.

Die Gurke (Cucumis sativus) gehört zur Familie der Kürbisgewächse und ist mit Melone und Zucchini verwandt. Schälgurken werden im Freiland angebaut. Im Gegensatz zur langen, schlanken Salatgurke sind sie kürzer und dicker und haben eine derbere Schale sowie größere Kerne. Sie werden voll ausgereift mit gelblich- bis blassgrüner Schale geerntet. Ihr Fruchtfleisch hat ein kräftigeres Aroma als das von Salatgurken. Schälgurken werden meist gegart und nur selten roh gegessen. Ein bitterer Geschmack ist dagegen ein Warnzeichen und darf nicht als typische Würze verstanden werden. Sie eignen sich hervorragend zum Schmoren, Braten und Kochen, da sie auch beim Garen ihre Form behalten.

Die Schale von Schälgurken ist essbar, wird wegen ihrer zähen Konsistenz jedoch meist entfernt. Die Stielenden werden ebenfalls entfernt. Das Abschneiden macht eine bitter schmeckende Gurke jedoch nicht sicher: Solche Früchte nicht essen oder weiterverarbeiten, sondern entsorgen. Giftige Cucurbitacine werden auch durch Kochen oder Braten nicht zerstört. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung bei Kürbisgewächsen einschließlich Gurken hin. Anschließend die Gurke längs halbieren, mit einem Esslöffel die Kerne herauskratzen und je nach Rezept in Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden.

Für ein schnelles Schmorgericht werden Zwiebeln fein gehackt und mit den Gurkenscheiben angedünstet. Anschließend mit wenig Gemüsebrühe aufgießen, kurz aufkochen und je nach Dicke acht bis zehn Minuten lang schmoren lassen. Die Schälgurken sind fertig, wenn sie zwar weich sind, aber noch Biss haben. Mit etwas Schmand, Senf, Dill, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker oder etwas Honig abschmecken. Alternativ zu Schmand eignen sich saure Sahne oder Crème fraîche. Wer keinen Dill mag, kann Petersilie oder Schnittlauch verwenden. Ist die Soße zu dünn, lässt sie sich mit etwas Speisestärke binden. Als Beilage bieten sich Petersilien-, Salz- oder Bratkartoffeln, Linsenbratlinge, gebratene Speckstreifen oder Fisch an.

Schälgurken sind von Juni bis September aus heimischem Freilandanbau erhältlich. Wer sich an der Saison orientiert und auf regionale Angebote setzt, kann einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten und unterstützt lokale Erzeugerbetriebe. Beim Einkauf sollten Schälgurken eine pralle, feste, gleichmäßige Schale haben, ohne Druckstellen, weiche Stellen oder Verfärbungen. Da sie kälteempfindlich sind, halten sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage lang.

Wie andere Gurken haben auch Schälgurken einen hohen Wassergehalt und sind daher ein sehr kalorienarmes Gemüse. Sie liefern unter anderem Ballaststoffe sowie geringe Mengen an Vitamin C, B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium.

Heike Kreutz; Sicherheitshinweis redaktionell ergänzt durch food-monitor.

Quelle: bzfe.de

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