Mehr als zwanzig Gurken verzehrt jeder Bundesbürger pro Jahr; 7,7 Kilo waren es bei der letzten statistischen Erhebung.
Tendenz steigend. Allerdings: Wir können unseren Appetit auf das Gartengemüse nicht durch die heimischen Erntemengen decken.
Nur etwa ein Drittel des Gurkenverbrauchs in Deutschland wird von der deutschen Landwirtschaft geerntet. Fast 600.000 Tonnen werden jährlich importiert. Die meisten aus den Niederlanden; hauptsächlich im Sommer. Im Winter liefern die Spanier Gurken nach Deutschland. Doch auch der Import aus ferneren Länder nimmt zu. Die weltweit größten Gurkenproduzenten sind China, Russland und die Türkei. Deutschland folgt erst an 18. Stelle; nach Kamerun und Jordanien.
Über Ägypten und Griechenland soll die Gurke aus Indien nach Europa gebracht worden sein, wo sie vermutlich vor etwa 3000 Jahren entdeckt wurde. Sie gilt heute weltweit als ein bekömmliches, kalorienarmes Gemüse, das in vielen Variationen verzehrt werden kann.
Obwohl Gurken mit bis zu 97 Prozent extrem viel Wasser enthalten, bereichern sie auch durch Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Kalzium, Magnesium und Zink sowie Vitamin C und Vitamin E den Speisenplan. Damit gelten Gurken in der Ernährung als heimisches „Superfood“.
Die meisten hierzulande geernteten Gurken werden industriell verarbeitet. Nur auf etwa 214 Hektar bauen Landwirte Salatgurken an. Auf einer fast achtmal größeren Fläche werden die sogenannten Einlegegurken geerntet; meist als Gewürzgurken bezeichnet. Regionen wie der von vielen kleinen Wasserarmen durchzogene Spreewald in Brandenburg gelten als Heimat der weltweit gerühmten „Spreewaldgurke“, die in vielen Geschmacksrichtungen verkauft wird, und die jedes Jahr am 14. Juni, dem „Weltgurkentag“, besondere Aufmerksamkeit erfährt.
Mit der 3-Minuten-Info zum Fruchtgemüse gibt es eine kleine Zusammenfasung der wesentlichsten Aspekte zur Gurke und dem weiteren Fruchtgemüse. Das Unterichtsposter zum Gemüse gibt einen anschaulichen Überblick und hilft bei der Einordnung. Und mit dem Kartenspiel „Frugemo“ lässt sich Wissen zum Thema unterhaltsam vermitteln. Alle Produkte gibt es im i.m.a-webshop.
Quelle: i.m.a
Rezept: Schmorgurken-Kartoffel-Pfanne mit Dill

Zutaten für 4 Portionen
- 800 g kleine festkochende Kartoffeln
- 2 Salatgurken (etwa 800 g)
- 1 Zwiebel
- 1 EL Rapsöl
- 250 ml Gemüsebrühe
- 150 g Crème fraîche
- 1 EL mittelscharfer Senf
- 1 Bio-Zitrone
- 1/2 Bund Dill
- Salz und schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Kartoffeln gründlich waschen und in leicht gesalzenem Wasser je nach Größe 15 bis 18 Minuten knapp gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und größere Kartoffeln halbieren.
- Die Gurken schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen. Das Fruchtfleisch in etwa 2 cm breite Halbmonde schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
- Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel 3 Minuten glasig dünsten. Gurkenstücke zufügen und bei mittlerer bis hoher Hitze 5 Minuten anbraten.
- Mit Gemüsebrühe ablöschen und die Gurken zugedeckt 8 Minuten schmoren. Die Kartoffeln zufügen und weitere 3 Minuten offen erhitzen.
- Crème fraîche und Senf einrühren. Die Zitrone heiß abwaschen, 1 TL Schale abreiben und 1 EL Saft auspressen. Beides unter die Soße rühren und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken.
- Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Kurz vor dem Servieren unter die Schmorgurken-Kartoffel-Pfanne heben.
Serviervorschlag: Die Pfanne als vegetarisches Hauptgericht oder als Beilage zu gebratenem Fisch servieren.
Rezept: food-monitor / KI
