Radicchio del Veneto: Rosige Aussichten für den Salatteller

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Radicchio del Veneto: rosa Zichorie mit feiner Bitternote

Rosafarbener Radicchio del Veneto
Fotolia #133153163 © Brent – Lizenznehmer: food-monitor

Radicchio del Veneto, auch „La Rosa del Veneto“ genannt, fällt durch pastellrosa bis lachsfarbene Blätter auf. Botanisch gehört er wie andere Radicchio-Typen zur Zichorie (Cichorium intybus) und ist damit kein Kopfsalat. Die Blätter sind zart und zugleich knackig; ihr Geschmack ist meist milder und weniger bitter als bei dunkelrotem Radicchio.

Woher kommt die rosa Farbe?

Die Färbung hängt von Sorte, Temperatur und Anbaumethode ab. Bei manchen Kulturen begrenzen Erzeuger während der letzten Wachstumsphase den Lichteinfall. Dadurch bildet die Pflanze weniger grünes Chlorophyll und die rosa bis cremefarbenen Töne treten stärker hervor. Das Verfahren ähnelt dem Bleichen oder Treiben anderer Zichorien.

Die Bezeichnung „La Rosa del Veneto“ wird im Handel für rosa Radicchio-Typen verwendet. Sie sollte nicht mit geschützten geografischen Angaben wie „Radicchio Variegato di Castelfranco“ g.g.A. verwechselt werden, für die Herkunft, Aussehen und Erzeugungsgebiet genau festgelegt sind. Beim Einkauf lohnt daher ein Blick auf Sorten- und Herkunftsangabe.

Einkauf und Lagerung

Rosa Radicchio ist in Deutschland nur zeitweise und eher in gut sortierten Gemüseabteilungen, Bioläden oder auf Wochenmärkten erhältlich. Frische Köpfe haben knackige, unbeschädigte Blätter und keine dunklen, matschigen Stellen. Im Gemüsefach hält er locker verpackt einige Tage. Vor der Zubereitung welke Außenblätter entfernen, den Strunk kürzen und die Blätter gründlich waschen.

Roh und gegart vielseitig

Die rosa Blätter bringen Farbe und eine feine Bitternote in Salate. Sie passen zu Apfel, Birne, Orange, Fenchel, Radieschen, Walnüssen und mildem Käse. Ein Dressing mit Säure und etwas Süße rundet das Aroma ab.

Radicchio kann außerdem kurz gebraten, gegrillt oder unter Risotto und Pasta gehoben werden. Beim Erhitzen verliert die rosa Farbe teilweise an Leuchtkraft, der Geschmack wird jedoch milder. Zum Rezept unten passen auch die Informationen im Beitrag „Süßkartoffeln – Gemüse mit Potenzial“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung; EUR-Lex – Recht der Europäischen Union / food-monitor



Rezept: Lauwarmer Radicchio-Süßkartoffel-Salat mit Apfel

Radicchio-Salat mit Süßkartoffel, Apfel, Pecorino und Walnüssen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 700 g Süßkartoffeln
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 kleine Köpfe Radicchio del Veneto (etwa 300 g)
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 60 g Walnusskerne
  • 80 g Pecorino
  • 2 EL heller Balsamicoessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL flüssiger Honig

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
  2. Die Süßkartoffeln mit 2 EL Olivenöl, 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer vermengen. Auf einem Backblech verteilen und auf der mittleren Schiene 22 bis 25 Minuten rösten, bis sie weich und goldbraun sind.
  3. Den Radicchio putzen, die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen, waschen und trocken schleudern. Die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden.
  4. Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne 3 Minuten rösten und grob hacken. Den Pecorino in feine Späne hobeln.
  5. Das übrige Olivenöl mit Balsamicoessig, Senf und Honig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Radicchio und Äpfel mit dem Dressing vermengen. Die lauwarmen Süßkartoffeln vorsichtig unterheben und den Salat mit Walnüssen und Pecorino bestreuen.

Serviervorschlag: Den Salat sofort servieren, solange die Süßkartoffeln noch lauwarm und die Radicchioblätter knackig sind.

Rezept: food-monitor / KI