Essenzielle Aminosäuren – in Pilzen stecken alle, die der Körper braucht!

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Pilze liefern Aminosäuren. Für die Versorgung zählen jedoch auch die verzehrte Menge und die gesamte Ernährung.

Aminosäuren
Foto: GMH/BDC

Aminosäuren sind Bausteine von Proteinen. Neun gelten in der menschlichen Ernährung als unentbehrlich: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Die frühere Angabe von acht essenziellen und insgesamt 23 Aminosäuren war unzutreffend.

Was Pilze zur Proteinversorgung beitragen

Die DGE nennt für gegarte Champignons beispielhaft 4 g Protein je 100 g beziehungsweise 8 g in einer 200-g-Portion. Dieser Wert bezieht sich auf gegarte Pilze; er ist keine individuelle Bedarfsdeckungsangabe und nicht mit einem Wert für rohe braune Champignons gleichzusetzen.

Der Bedarf hängt unter anderem von Körpergewicht und Lebensalter ab. Auch die Aminosäurenzusammensetzung und Verdaulichkeit spielen eine Rolle. Aus dem Vorhandensein einer Aminosäure allein lässt sich deshalb keine ausreichende Versorgung ableiten. Unterschiedliche Proteinquellen können sich ergänzen, beispielsweise Getreide und Hülsenfrüchte.

Laborbefund ist keine Versorgungsgarantie

Eine Untersuchung von Reis und Mitarbeitenden aus dem Jahr 2020 analysierte frische, gekochte und konservierte Champignons in einem Verdauungsmodell im Labor. Die Verarbeitung beeinflusste die untersuchten Aminosäuren. Nach der simulierten Verdauung entsprach das Profil pro Gramm Protein überwiegend dem herangezogenen FAO-Referenzmuster für Erwachsene. Das ist kein Nachweis, dass eine bestimmte Pilzportion beim Menschen den Tagesbedarf deckt.

Für die bisher genannte Deckung eines Siebtels des Tagesbedarfs durch 100 g braune Champignons fehlten ein eindeutiger Personenbezug und ein überprüfbarer Datennachweis. Diese Angabe sowie die pauschale Zusicherung besonders hoher Bioverfügbarkeit werden daher nicht weitergeführt. Auch der bisherige FAO-Verweis von 1981 ließ sich anhand der im Beitrag enthaltenen Angaben nicht eindeutig zuordnen.

Pilze passen zu Pasta, Reis, Ragouts, Suppen und herzhaften Kuchen. Sie können den Speiseplan abwechslungsreicher machen; eine einzelne Zutat garantiert keine bedarfsdeckende Ernährung.

Weitere Informationen und Rezepte bietet gesunde-pilze.de.

Redaktionell fachlich überarbeitet am 14. September 2026. Grundlagen: BZfE: Proteine; DGE: Fragen und Antworten zu Protein, insbesondere Tabelle 1; Reis et al., Food Research International 137 (2020), 109616, DOI 10.1016/j.foodres.2020.109616 (Zusammenfassung).



Rezept: Cremige Pilz-Walnuss-Pasta

Cremige Pasta mit braunen Champignons, Walnüssen und Petersilie
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 350 g Tagliatelle
  • 400 g braune Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Walnusskerne
  • 2 EL Rapsöl
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Kochsahne
  • 40 g geriebener Hartkäse
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Walnüsse grob hacken und in einer großen Pfanne ohne Fett 2 bis 3 Minuten rösten. Herausnehmen und beiseitestellen.
  2. Champignons mit Küchenpapier oder einer Bürste säubern und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken.
  3. Die Tagliatelle nach Packungsangabe in reichlich Salzwasser bissfest garen. Vor dem Abgießen 100 ml Kochwasser auffangen.
  4. Rapsöl in der Pfanne stark erhitzen. Die Pilze darin portionsweise insgesamt 6 bis 8 Minuten kräftig anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben und 2 Minuten mitbraten.
  5. Gemüsebrühe und Kochsahne angießen und 3 Minuten sanft köcheln lassen. Hartkäse einrühren. Bei Bedarf etwas Nudelkochwasser zugeben, bis eine cremige Soße entsteht.
  6. Tagliatelle, Walnüsse und Petersilie unterheben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Serviervorschlag: Die Pasta in vorgewärmten Schalen anrichten und mit einigen gerösteten Walnussstücken bestreuen.

Rezept: food-monitor / KI

Quelle: gruenes-medienhaus.de