Internationale Grillideen: Souvlaki, Yakitori und Bánh tráng nướng

Grillgerichte aus verschiedenen Regionen bringen neue Gewürze, Zutaten und Zubereitungsarten auf den Rost. Namen und Traditionen sollten dabei nicht pauschalisiert werden – und für rohe tierische Zutaten gelten überall dieselben Hygieneregeln.

Gemüse auf einem Grillrost
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Griechische und zyprische Ideen

Souvlaki bezeichnet griechische Fleischspieße. Je nach Rezept und Region werden unterschiedliche Fleischarten und Würzungen verwendet. Eine mögliche Marinade kombiniert Zitronensaft, Knoblauch, Oregano, Pfeffer und Olivenöl. Rohes Fleisch wird bis zum Grillen gekühlt und getrennt von Brot, Salat, Dips und bereits gegarten Speisen vorbereitet.

Als fleischlose Ergänzungen eignen sich Zucchini, Paprika und Aubergine. Halloumi bleibt auf dem Grill meist formstabil; Feta und weichere Käse brauchen eher eine geeignete Schale. Details bietet der Ratgeber Käse grillen: Halloumi, Feta und gefüllte Pilze.

Ćevapi und pflanzliche Varianten

Ćevapi beziehungsweise Ćevapčići sind kleine gegrillte Fleischröllchen, die in mehreren südosteuropäischen Küchen verbreitet sind. Rezepturen und Beilagen unterscheiden sich regional. Für eine pflanzliche Interpretation können beispielsweise Hülsenfrüchte oder ein geeignetes pflanzliches Hackprodukt verwendet werden. Bindung, Würzung und Garzeit richten sich nach Rezept beziehungsweise Packungsangabe. Soja, Senf und glutenhaltige Zutaten sind mögliche Allergene.

Yakitori korrekt einordnen

Yakitori bedeutet wörtlich „gegrillter Vogel“ und bezeichnet klassisch japanische Hähnchenspieße. Andere gegrillte Spieße mit Gemüse, Tofu, Fisch oder anderen Fleischarten werden weiter gefasst als Kushiyaki bezeichnet. Eine süß-salzige Würzung kann Sojasoße, Zucker und Mirin oder eine alkoholfreie Alternative enthalten.

Geflügel muss vollständig durchgegart werden. Für rohes und fertiges Grillgut werden getrennte Teller, Zangen und Schneidebretter verwendet. Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, darf nicht ungekocht als Soße serviert werden.

Vietnamesisches Bánh tráng nướng

Für Bánh tráng nướng wird Reispapier auf einer heißen Grillfläche knusprig gegart und je nach Variante etwa mit Ei, Frühlingszwiebeln, vorgegarten Garnelen, Chili- oder anderen Soßen belegt. Das Ei muss vollständig stocken; empfindliche Soßen und vorgegarte Zutaten bleiben bis zur Verwendung gekühlt. Die dünne Unterlage bräunt schnell, deshalb ist eine gut steuerbare, nicht zu starke Hitze wichtig.

Internationale Aromen auch ohne Fleisch

Viele Gewürzprofile lassen sich mit Gemüse, Pilzen, Käse oder Tofu kombinieren, ohne ein traditionelles Gericht exakt nachzuahmen. Der Überblick Gemüse, Käse und Tofu: Grillideen ohne Fleisch erklärt Gartechnik, Marinaden, Grillgefäße und Allergene.

Hygiene bleibt die gemeinsame Grundlage

Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Speisen mit Ei werden durchgehend gekühlt. Rohes und verzehrfertiges Essen bleiben getrennt. Geflügel wird vollständig erhitzt; als Orientierung nennt das BZfE mindestens 72 Grad Celsius Kerntemperatur für zwei Minuten. Salate, Dips und Desserts stehen nicht unnötig lange ungekühlt. Übrig gebliebene leicht verderbliche Speisen werden rasch gekühlt oder verworfen, wenn die Temperaturführung nicht mehr sicher nachvollziehbar ist.

Quellen: Bundeszentrum für Ernährung: Eine Grill-Reise um die Welt sowie BZfE: Grillgenuss ohne Risiko.