Resteverwertung: sicher, kreativ und alltagstauglich

Resteverwertung: sicher, kreativ und alltagstauglich

Pizza und weitere Speisereste sinnvoll aufbewahren und verwerten
Reste lassen sich mit Planung, richtiger Kühlung und passenden Rezepten weiterverwenden.

Übrig gebliebene Nudeln, Gemüse oder ein Joghurt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen nicht automatisch in den Müll. Entscheidend sind Lebensmittelart, Kennzeichnung, bisherige Lagerung und der Zustand.

Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verbrauchsdatum

Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums kann ein ungeöffnetes, korrekt gelagertes Lebensmittel häufig noch genießbar sein. Verpackung, Aussehen und Geruch werden geprüft; bei geeigneten Produkten kann anschließend vorsichtig probiert werden. Ein überschrittenes Verbrauchsdatum bei leicht verderblichen Lebensmitteln ist dagegen ein Wegwerfdatum und darf nicht durch einen Sinnescheck ersetzt werden.

Alltagsreste passend verwenden

  • Gegarte Kartoffeln werden zu Bratkartoffeln, Tortilla oder Auflauf.
  • Nudeln, Reis und Gemüse passen in Pfannengerichte, Suppen oder Aufläufe.
  • Weiches, aber einwandfreies Gemüse kann in Soßen oder Suppen verarbeitet werden.
  • Altbackenes Brot wird zu Brotsalat, Bröseln, Knödeln oder Armen Rittern.
  • Übrig gebliebene rohe und gekochte Eier benötigen besondere Kühl- und Erhitzungsregeln; dazu siehe Eier sicher lagern und verwerten.
  • Für trockenes Laugengebäck gibt es eigene Ideen unter Altbackene Brezeln verwerten.

Schimmeliges Brot oder Gebäck wird vollständig entsorgt. Faulige Stellen, aufgeblähte Verpackungen, gäriger Geruch oder eine unterbrochene Kühlkette sind ebenfalls Warnzeichen.

Rasch abkühlen und gekühlt lagern

Gegarte Speisen werden nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen gelassen. Kleine, flache Portionen kühlen schneller ab und kommen anschließend verschlossen in den Kühlschrank. Das BfR empfiehlt, Essensreste innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verbrauchen. Was später gegessen werden soll, wird frühzeitig in geeigneten, beschrifteten Behältern eingefroren.

Beim Aufwärmen wird die gesamte Portion gleichmäßig durcherhitzt. Reste werden nicht wiederholt abgekühlt und erneut erhitzt. Für den Überblick können ein Restetag, eine „Zuerst essen“-Box oder datierte Behälter helfen.

Zahlen richtig einordnen

Nach den von „Zu gut für die Tonne!“ veröffentlichten Daten fielen in Deutschland im Bezugsjahr 2022 rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an; 58 Prozent entfielen auf private Haushalte. In dieser Abfallmenge sind auch unvermeidbare Bestandteile wie Schalen, Knochen und Kaffeesatz enthalten.

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Quellen