Altbackene Brezeln verwerten: Brösel, Knödel, Salat und Dessert

Trockenes oder zähes Laugengebäck kann weiterverarbeitet werden. Einen allgemeinen Überblick zu Mindesthaltbarkeitsdatum, Kühlung und anderen Resten bietet der Beitrag Resteverwertung: sicher, kreativ und alltagstauglich.
Altbacken ist nicht verdorben
Brezeln werden vor der Verwendung angesehen und gerochen. Bei Schimmel, feuchten Verfärbungen, Schädlingsbefall oder auffälligem Geruch wird das gesamte Gebäck entsorgt. Schimmel lässt sich bei Brot und Gebäck nicht sicher nur an der sichtbaren Stelle entfernen.
Brösel und Croutons
Vollständig trockenes Laugengebäck lässt sich fein mahlen und als Brösel verwenden. Für Croutons wird es gewürfelt und in Pfanne oder Ofen knusprig geröstet. Wegen des bereits vorhandenen Salzes wird erst nach dem Probieren nachgewürzt.
Brezenknödel und Auflauf
Für Knödel werden dünne Scheiben nach einem erprobten Rezept mit Milch oder Pflanzendrink eingeweicht und mit Zwiebeln, Petersilie sowie einem geeigneten Bindemittel vermengt. Die geformten Knödel werden vollständig durchgegart. Menge und Bindung hängen von der Trockenheit des Gebäcks ab; bloßes Nachgeben von Mehl ersetzt kein verlässliches Rezept.
Als herzhafter Auflauf kann Laugengebäck mit gegartem Gemüse und einer Ei-Milch-Mischung kombiniert werden. Die Masse wird vollständig durchgebacken und heiß serviert.
Brezelsalat und kleine Ofensnacks
Geröstete Brezelstücke passen zu Radieschen, Gurke, roten Zwiebeln und Blattsalat. Die Vinaigrette kommt erst kurz vor dem Essen hinzu. Für kleine Ofensnacks werden Brezelhälften mit Tomatensoße oder Frischkäse bestrichen, mit Gemüse belegt und vollständig erhitzt.
Süße Resteküche
Kleine Brezelstücke können Brownies, Schokotarte oder Dessert-Toppings eine salzige Note geben. Für eine Variante nach Art von Armen Rittern wird das Gebäck in Ei und Milch eingeweicht und vollständig durchgebraten. Speisen mit Ei und Milch werden frisch gegessen oder rasch gekühlt.
Allergene
Laugengebäck enthält in der Regel glutenhaltiges Getreide und kann Sesam enthalten. Je nach Rezept kommen Milch, Ei, Soja, Sellerie, Senf oder Schalenfrüchte hinzu. Auch vegane Varianten sind nicht automatisch allergenfrei.
Quellen
Ausgangstext: Heike Kreutz, BZfE; redaktionell aktualisiert.
