Biologische Vielfalt unterstützt Landwirtschaft und Ernährung
Bestäubende Insekten, Bodenorganismen und vielfältige Lebensräume erbringen wichtige Ökosystemleistungen für die Landwirtschaft. Der Verlust von Arten in Agrarlandschaften kann deshalb auch die langfristige Stabilität der Lebensmittelproduktion beeinträchtigen.
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass intensive Landwirtschaft, vereinfachte Fruchtfolgen, der Verlust naturnaher Strukturen sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu den Belastungen der Biodiversität zählen. Maßnahmen müssen daher sowohl auf dem einzelnen Betrieb als auch in der umgebenden Landschaft ansetzen.
Welche Maßnahmen Bioland nennt
Bioland hat für seine Mitgliedsbetriebe eine Biodiversitätsrichtlinie eingeführt. Nach Angaben des Verbandes setzen die Betriebe unter anderem auf vielfältigere Fruchtfolgen, Blühflächen, extensiv bewirtschaftetes Grünland sowie Strukturelemente wie Hecken, Feldgehölze, Gewässer oder Totholzhaufen.
Für 2026 nennt Bioland rund 17.000 Hektar Blühstreifen und Blühflächen, mehr als 89.000 Hektar extensives Grünland und etwa 87 Millionen Quadratmeter Strukturelemente. Mehr als 1.000 Betriebe ließen demnach Teilflächen ohne mechanische Beikrautregulierung, um Ackerwildkräuter zu fördern. Weitere Betriebe stellten Nistmöglichkeiten für Vögel bereit.
Verbandsdaten richtig einordnen
Diese Flächen- und Betriebszahlen stammen vom Verband selbst. Sie beschreiben Umfang und Art der gemeldeten Maßnahmen, belegen aber nicht für jede Einzelfläche eine bestimmte ökologische Wirkung. Dafür wären standardisierte Erfassungen und langfristige Vergleiche notwendig.
Grundsätzlich bewertet das Umweltbundesamt den ökologischen Landbau bei Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Gewässerschutz auf den bewirtschafteten Flächen häufig günstiger als den konventionellen Anbau. Zugleich können niedrigere Erträge den Flächenbedarf je Produkteinheit erhöhen. Eine faire Bewertung berücksichtigt daher sowohl die Wirkung je Fläche als auch je erzeugter Menge.
Der Forschungsbeitrag Artenvielfalt auf dem Acker: Mehr als Blühstreifen nötig erläutert die Bedeutung vielfältiger Lebensräume. Ein Praxisbeispiel ist das Biodiversitätsprojekt im Obst- und Gemüsebau.
Weitere Ansätze beschreibt der Beitrag Biodiversität durch nachhaltige Landwirtschaft und geeignete Lebensräume schützen.
Aktualisiert am 16. August 2026
Quelle: Bioland / food-monitor / KI
