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Wahrnehmung der Nanotechnologie in internetgestützten Diskussionen


food-monitor | 15. März 2010, 11:04 Uhr | Rubrik: Kommunikation / Lebensmittelsicherheit |
Leser: 183 | Heute: 2 | Zuletzt am 30 . Juli 2010

Ergebnisse einer Onlinediskursanalyse zu Risiken und Chancen von Nanotechnologie und Nanoprodukten / Mögliche Risiken, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat den gesetzlichen Auftrag, mögliche Risiken, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können, zu identifizieren, sie wissenschaftlich zu bewerten und alle beteiligten Interessengruppen in einen aktiven Kommunikations- und Informationsprozess einzubinden. In diesem Kontext ist auch das Thema Nanotechnologie für das BfR relevant. Mit Hilfe der Nanotechnologie ist es möglich, Strukturen, Techniken und Systeme zu entwickeln, die völlig neue Eigenschaften und Funktionen aufweisen. Von diesem Potenzial erhoffen sich Industrie, Medizin, Wissenschaft und Verbraucher nutzbringende Anwendungen, auch für die Weiterentwicklung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und kosmetischen Mitteln. Bereits heute kommen Verbraucher mit Produkten in Berührung, die Bestandteile enthalten, welche mit Hilfe nanotechnologischer Verfahren hergestellt wurden. Fragen zur Sicherheit und zum potentiellen Risiko der Nanotechnologie werden daher immer relevanter.

Seit dem Jahr 2000 ist deshalb nicht nur die Risikoforschung zur Nanotechnologie weltweit intensiviert worden, auch die Diskussion möglicher Risiken hat immer weitere Kreise der Öffentlichkeit erfasst. So veröffentlichte die Europäische Kommission im Mai 2004 ihr Kommunikationspapier „Auf dem Weg zu einer europäischen Strategie für Nanotechnologie“, das auch die Forschung zu Gesundheits- und Umweltrisiken berücksichtigt. Im Oktober 2006 begann der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit initiierte „NanoDialog“, in dem Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichen Institutionen und Verbänden die Chancen und Risiken von Nanomaterialien diskutieren. Derzeit werden in einem von der OECD organisierten Prozess alle relevanten Nanomaterialien auf ihr Risikopotenzial hin untersucht.

Wie das BfR in verschiedenen Studien zur Risikowahrnehmung zeigen konnte, ist insbesondere der Einsatz von Nanomaterialien in Lebensmitteln gesellschaftlich umstritten. Nicht zuletzt die Teilnehmer an der vom BfR im Jahre 2006 organisierten Verbraucherkonferenz forderten eine Kennzeichnungspflicht für Nano-Lebensmittel. Welche Nutzenpotenziale, aber auch Risiken Verbraucher bei Nanoprodukten wahrnehmen, wird oft in Internet-Foren, Weblogs und Chatrooms diskutiert. In diesen Foren werden nicht nur Kaufempfehlungen oder andere Tipps zu Nanoprodukten gegeben, sondern durch die Verbraucher quasi nebenbei auch Wahrnehmungsmuster zur Nanotechnologie insgesamt entwickelt. Aus diesem Grunde hat das BfR eine Analyse von internetgestützten Diskussionen zur Nanotechnologie durchgeführt.

Vollständiges Dokument:
http://www.bfr.bund.de/cm/238/wahrnehmung_der_nanotechnologie_in_internetgestuetzten_diskussionen.pdf

Quelle: BfR


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