Tiefkühlgemüse vs. Frisches Gemüse

Gemüse
Foto: Iñigo De la Maza on Unsplash

Im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört Gemüse auf den Tisch – das ist soweit unstrittig. Denn schließlich enthalten Blumenkohl, Zucchini, Paprika und Co. wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Bei der Frage, ob besser frisches Gemüse auf den Tisch kommen sollte oder Tiefkühlgemüse genauso gut ist, scheiden sich jedoch die Geister. Grund genug einmal genauer darauf zu schauen, was die Vor- und Nachteile der beiden Varianten sind – und wozu man greifen sollte, wenn man die Angebote bei Kaufland, Edeka, Rewe und Co. durchstöbert.

Was sind die Vor- und Nachteile von Tiefkühlgemüse gegenüber frischem Gemüse?

Der größte Vorteil von Tiefkühlgemüse gegenüber frischem Gemüse liegt auf der Hand: es lässt sich schneller zubereiten, da es nicht mehr geputzt werden muss und in der Regel auch schon in mundgerechten Stücken abgepackt ist.

Ein weiterer Vorteil von Tiefkühlgemüse ist die lange Haltbarkeit – wer genug Platz im Tiefkühler hat, muss sich so im Grunde keine Sorgen mehr darüber machen, nicht genug Gemüse auf den Teller zu bekommen. Doch wie steht es um die Vitamine?

Wie steht es um den Vitamingehalt?

Sich Sorgen machen, dass man bei Tiefkühlgemüse nicht genügend Vitamine bekommt, muss man nicht. Denn entgegen der landläufigen Meinung, hat Tiefkühlgemüse sogar mehr Vitamine als frisches Gemüse. Das liegt daran, dass das Gemüse direkt nach der Ernte schnellstmöglich schockgefrostet wird.

Frisches Gemüse hingegen verliert durch den Kontakt mit Licht und Wärme relativ schnell Vitamine, wenn es vor dem Verzehr für ein paar Tage im Kühlschrank liegt. Hinzu kommt, dass das Gemüse von der Ernte erst noch den Weg in den Supermarkt und von dort nach Hause finden musste.

Doch selbst Gemüse, das frisch von der Ernte in den Kühlschrank kommt ist davon betroffen. So wurde im Rahmen einer Untersuchung festgestellt, dass im Kühlschrank gelagerte Erbsen bereits nach zwei Tagen 40 Prozent an Vitamin C verlieren. Bei Spinat sind es sogar 80 Prozent.

Bei großen Supermarktketten wie Kaufland, die sowohl mit frischem Obst und Gemüse aus regionalem Anbau als auch mit einem vielfältigen Angebot an TK-Gemüse aufwarten, steht man als Verbraucher mittlerweile vor der Qual der Wahl. Geht es einem rein um den Vitamingehalt scheint das Tiefkühlgemüse klar die Nase vorn zu haben.

Sollte man in Anbetracht all dieser Vorteile also jedes Mal, wenn ein neues Kaufland Prospekt oder andere Blättchen ins Haus flattern, gleich zu den Angeboten für Tiefkühlgemüse springen? Ganz so einfach ist es dann auch nicht.

Hat Tiefkühlgemüse überhaupt Nachteile?

Tiefkühlgemüse hat auch Nachteile – und birgt sogar gewisse Gefahren. So wurden etwa 2015 in mehreren europäischen Ländern Listerien in Tiefkühlgemüse nachgewiesen. Auch, wenn die Kühlkette nach dem Kauf zu lange unterbrochen und das Gemüse Zuhause nach dem Antauen wieder eingefroren wird, kann es problematisch werden. Denn dann können sich die gefürchteten Salmonellen bilden.

Doch zumindest das Problem der Kühlkette kann man als Verbraucher mit der nötigen Aufmerksamkeit gut vermeiden. Davon abgesehen hat Tiefkühlkost im Grunde tatsächlich so gut wie keine Nachteile im Vergleich zu frischem Gemüse – anders sieht es jedoch bei Tiefkühlgemüse aus, das Bestandteil von Fertiggerichten ist.

Worauf sollte man bei Tiefkühlkost im Allgemeinen achten?

Während Tiefkühlgemüse in einem frisch zubereiteten Curry, einem Eintopf oder einfach als Beilage kein Problem darstellt, sieht es bei Tiefkühlgemüse als Bestandteil von Fertiggerichten anders aus.

Denn anders als bei “reinem” Tiefkühlgemüse sind in diesen Gerichten oftmals Zusatzstoffe, die von Experten kritisch gesehen werden. Dazu zählen neben künstlichen Aromen und Farbstoffen auch Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Zucker. Deswegen sollten Sie beim Einkauf von Tiefkühlkost immer auf die Inhaltsstoffe achten – gerade dann, wenn Sie sich gesund ernähren wollen.

Unabhängig davon sollten Sie beim Kauf von Tiefkühlkost ein paar Punkte unbedingt beachten. Zum einen sollten Sie die Artikel erst zum Ende des Einkaufs in den Einkaufswagen legen. Darüber hinaus sollten Sie auch kurz den Zustand der Auslage überprüfen. Hat sich in der Tiefkühltruhe Eis gebildet heißt es: Finger weg! Denn das deutet darauf hin, dass mit der Kühlung etwas nicht in Ordnung ist.

Grünes Licht für Tiefkühlgemüse beim nächsten Einkauf

Wer während des Einkaufs im Kaufland, Rewe, Edeka oder einem anderen Supermarkt der Wahl steht und sich zwischen frischem und tiefgekühltem Gemüse entscheiden muss, kann also guten Gewissens ins TK-Regal greifen. Aufpassen sollte man jedoch bei Fertiggerichten. Hier ist frisches Kochen immer die bessere Wahl – gerne auch mit Tiefkühlgemüse.

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