DGE-Empfehlungen: Gut essen und trinken im Überblick

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Gesundheit, Umwelt und Essgewohnheiten gemeinsam betrachtet

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre lebensmittelbezogenen Empfehlungen 2024 grundlegend überarbeitet. Das Konzept „Gut essen und trinken“ löste die früheren zehn Regeln ab und verbindet Nährstoffversorgung und Krankheitsprävention mit Umweltwirkungen und den üblichen Verzehrgewohnheiten in Deutschland.

Grundlage ist ein mathematisches Optimierungsmodell. Es berücksichtigt unter anderem Energie- und Nährstoffbedarf, Zusammenhänge zwischen Lebensmittelgruppen und Erkrankungsrisiken sowie Treibhausgasemissionen und Landnutzung. Das Modell liefert Orientierung für ein gesamtes Ernährungsmuster, nicht für die Bewertung einer einzelnen Mahlzeit.

Mehr als drei Viertel der Lebensmittel sollen pflanzlich sein

Nach der DGE sollen pflanzliche Lebensmittel mehr als drei Viertel der verzehrten Menge ausmachen. Besonders wichtig sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle.

  • Gemüse und Obst: insgesamt mindestens fünf Portionen täglich
  • Hülsenfrüchte: mindestens einmal pro Woche
  • Nüsse: täglich eine kleine Handvoll
  • Milch und Milchprodukte: zwei Portionen täglich
  • Fisch: ein- bis zweimal pro Woche
  • Fleisch und Wurst: höchstens 300 Gramm pro Woche
  • Eier: etwa ein Ei pro Woche zusätzlich zu Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln

Wasser bleibt das bevorzugte Getränk. Süße, salzige und stark verarbeitete Produkte sollten nur einen kleinen Anteil der Ernährung ausmachen. Kleine schrittweise Veränderungen sind sinnvoller als die Erwartung, alle Orientierungswerte sofort exakt einzuhalten.

Für wen die Empfehlungen gelten

Die Mengen richten sich an gesunde Erwachsene von 18 bis 65 Jahren, die eine Mischkost einschließlich Fleisch und Fisch essen. Für Kinder, Schwangere, Stillende, ältere Menschen, Personen mit Erkrankungen sowie für eine vegetarische oder vegane Ernährung können andere Schwerpunkte gelten.

Die Empfehlung von maximal 300 Gramm Fleisch und Wurst ist eine Obergrenze, kein Wochenziel. Auch die Ei-Empfehlung ist ein Orientierungswert innerhalb des optimierten Ernährungsmusters und keine medizinische Verträglichkeitsgrenze.

Nachhaltigkeit ist Teil, aber nicht einziges Ziel

Tierische Lebensmittel verursachen im Durchschnitt höhere Umweltbelastungen als viele pflanzliche Alternativen. Das Modell begrenzt deshalb ihren Anteil, ohne sie vollständig auszuschließen. Nährstoffversorgung und gesundheitliche Zusammenhänge bleiben zentrale Vorgaben.

Die vollständigen DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ erläutern Lebensmittelgruppen und Mengen. Eine kompakte Darstellung bietet außerdem der Beitrag Neue Broschüre zu den DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“.

Gespräche über Forschung, Empfehlungen und nachhaltigere Ernährung bündelt der DGE-Podcast „Wie wollen wir essen?“: Themen und Folgen.

Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) / food-monitor / KI