Toastbrötchen im ÖKO-TEST 2024

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ÖKO-TEST untersuchte 2024 insgesamt 18 Toastbrötchen, darunter neun Bio-Produkte. Drei erhielten „sehr gut“; keines fiel nach den Kriterien des Magazins vollständig durch.

Getoastete Brötchenhälften mit geschmolzenem Käse
Foto: MMWoolly auf Pixabay

Ergebnisse des historischen Tests

Die Toastbrötchen wurden unter einheitlichen Laborbedingungen getoastet und unter anderem auf Acrylamid, Schimmelpilzgifte und Pestizidrückstände geprüft. Die Alnatura Toast Brötchen, Gut Bio Finnkorn Roggenmischtoastbrötchen und Grafschafter Mehrkorn Toastbrötchen erhielten nach den damaligen Kriterien „sehr gut“.

Bei drei Produkten lagen die Acrylamidwerte nach Darstellung von ÖKO-TEST über dem EU-Richtwert für weiches Brot auf Weizenbasis. In fünf Bio-Produkten kritisierte das Magazin T-2- und HT-2-Toxine. In fast allen konventionellen Produkten fand das Labor zwei bis drei Pestizidrückstände in Spuren; in den Goldähren Toast Brötchen Mehrkorn von Aldi Süd wurde Glyphosat nachgewiesen.

Acrylamid: Richtwert ist kein Sicherheitsgrenzwert

Acrylamid kann beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel entstehen. Es wirkt im Tierversuch erbgutverändernd und krebsauslösend. Für den Menschen lässt sich keine unbedenkliche tägliche Aufnahmemenge ableiten; epidemiologische Studien liefern bislang jedoch kein eindeutiges Bild zum Krebsrisiko durch die Ernährung.

Die europäischen Acrylamid-Richtwerte sind sogenannte Benchmark-Werte für die Wirksamkeitskontrolle von Minimierungsmaßnahmen. Eine Überschreitung bedeutet nicht automatisch, dass ein Lebensmittel akut gesundheitsschädlich oder nicht verkehrsfähig ist, sollte aber weitere Prüfung und Minimierung auslösen. Für die Zubereitung zu Hause gilt: goldgelb statt dunkelbraun toasten.

T-2- und HT-2-Toxine

T-2- und HT-2-Toxine sind Schimmelpilzgifte, die vor allem Getreide befallen können. ÖKO-TEST setzte die Messwerte in Beziehung zur tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge der EFSA und berechnete dabei beispielhaft den Verzehr eines Brötchens durch ein 30 Kilogramm schweres Kind. Diese Modellrechnung beschreibt eine mögliche Exposition; sie ist nicht mit einer akuten Vergiftung durch ein einzelnes Brötchen gleichzusetzen.

Glyphosat-Befund sachlich bewerten

Ein nachgewiesener Rückstand muss anhand des geltenden Rückstandshöchstgehalts und der aufgenommenen Menge bewertet werden. EFSA identifizierte 2023 in der EU-Risikobewertung von Glyphosat keine kritischen Problembereiche, benannte aber Datenlücken. Die Europäische Chemikalienagentur kam 2022 zu dem Schluss, dass Glyphosat die wissenschaftlichen Kriterien für eine Einstufung als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend nicht erfüllt. Umweltwirkungen und Anwendungen werden davon getrennt bewertet.

Grenzen der Aussagekraft

Der Vergleich ist eine Momentaufnahme der 2024 untersuchten Produkte, Chargen und gewählten Toastbedingungen. Rezepturen und Rohstoffquellen können sich ändern. Die Noten geben die Bewertungskriterien von ÖKO-TEST wieder und sind keine amtliche Sicherheitsbewertung.

Quellen

Historischer Produkttest von 2024 / fachlich eingeordnet und aktualisiert am 6. September 2026 / food-monitor / KI