Einer Legende nach sollen japanische Pilzsammler aus Freude getanzt haben, wenn sie den gut getarnten und damals sehr kostbaren Maitake-Pilz in den Wäldern gefunden haben. So ist vermutlich der Name Maitake, japanisch für „tanzender Pilz“, entstanden.

Der Maitake (Grifola frondosa) hat einen angenehm nussigen Geschmack und bleibt auch nach dem Kochen knackig. Ob gekocht, geschmort, gegrillt oder gedünstet – in der Küche lässt sich der exotische Pilz vielseitig verwenden. Er schmeckt beispielsweise hervorragend aus dem Wok, in Pastagerichten, im Omelette, in der Reispfanne, im Salat oder als Beilage zu Fisch und Fleisch. Ein Genuss ist eine würzige Kokossuppe mit Maitake und Garnelen.
Der Pilz wird nicht nur als Speisepilz, sondern auch wegen seiner Heilkraft in der traditionellen chinesischen Medizin geschätzt. So soll der Maitake angeblich das Immunsystem stärken, den Blutdruck senken, beim Abnehmen helfen und das Osteoporoserisiko mindern.
Der Maitake, auch unter dem Namen Gemeiner Klapperschwamm bekannt, wächst sogar in deutschen Wäldern, allerdings sehr selten. Er hat einen großen Fruchtkörper, der aus zahlreichen, fächerartig angeordneten Pilzhüten besteht. Der Pilz ist unscheinbar graubraun gefärbt und daher nur schwer zu entdecken. Er ist an den Wurzeln alter Eichen, manchmal auch an Linden, Kastanien und Buchen zu finden. Erst seit den 1980er Jahren wird er in Kultur angebaut, da die Nachfrage gestiegen ist. Er gedeiht besonders gut auf Sägemehl.
Beim Einkauf von Maitake auf Qualität und Frische achten: Die Pilze sollten nicht weich, ausgetrocknet oder fleckig sein. Die empfindliche Ware muss luftig, locker, trocken und kühl gelagert werden und ist rasch zu verbrauchen.
Heike Kreutz, www.bzfe.de
Rezept: Maitake-Kokos-Curry mit Gemüse

Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Basmatireis
- 400 g Maitake-Pilze
- 1 rote Paprikaschote
- 150 g Zuckerschoten
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 1 EL rote Currypaste
- 400 ml Kokosmilch
- 150 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Sojasoße
- 1 EL Limettensaft
- Salz
- 2 EL Korianderblätter
Zubereitung
- Den Basmatireis nach Packungsanleitung garen und anschließend zugedeckt warm halten.
- Maitake vorsichtig säubern und in mundgerechte Stücke zupfen. Paprika in Streifen schneiden, Zuckerschoten putzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Einen Esslöffel Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Maitake bei mittlerer bis hoher Hitze 5 bis 6 Minuten goldbraun braten, leicht salzen und herausnehmen.
- Restliches Öl in die Pfanne geben. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer 2 Minuten anschwitzen. Currypaste einrühren und etwa 30 Sekunden mitrösten.
- Paprika, Zuckerschoten, Kokosmilch und Gemüsebrühe zufügen. Alles 8 Minuten sanft köcheln lassen. Maitake wieder zugeben und weitere 3 Minuten erhitzen.
- Das Curry mit Sojasoße, Limettensaft und bei Bedarf etwas Salz abschmecken. Korianderblätter darüberstreuen.
Serviervorschlag: Das Maitake-Kokos-Curry mit dem Basmatireis in Schalen anrichten.
Rezept: food-monitor / KI
