Tomatenwein: Herstellung, Geschmack und Bezeichnung

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Tomatenwein ist ein alkoholisches Gärgetränk aus Tomaten. Die Bezeichnung beschreibt die Herstellung anschaulich, rechtlich ist das Getränk jedoch kein Wein aus Trauben.

Bekannt wurde die Idee durch die kanadische Marke Omerto. Sie griff ein Familienrezept auf und entwickelte daraus ein Getränk für den Verkauf.

Tomaten für ein vergorenes Getränk
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Woher stammt die Idee?

Nach Angaben des kanadischen Herstellers griff Pascal Miche ein Rezept seines Urgroßvaters auf. Dieser soll bereits 1938 einen Teil seiner Tomatenernte vergoren haben. Miche entwickelte die Idee über mehrere Jahre weiter und brachte unter dem Namen Omerto ein alkoholisches Getränk aus Tomaten auf den Markt. Frühere Veröffentlichungen nannten rund 16 Volumenprozent Alkohol sowie mehrere tausend Tomatenpflanzen; diese Zahlen sind historische Herstellerangaben und kein aktueller Produktionsnachweis.

Wie entsteht das Getränk?

Für ein tomatenbasiertes Gärgetränk werden reife Früchte verarbeitet und die vergärbaren Zucker von Hefen in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt. Da Tomaten deutlich weniger Zucker als Weintrauben enthalten, muss die Rezeptur entsprechend angepasst werden. Sorte, Reifegrad, Gärführung und Ausbau beeinflussen Säure, Süße und Aroma. Der kanadische Hersteller experimentierte nach eigenen Angaben mit verschiedenen Tomatensorten und bot trockene sowie lieblichere Varianten an.

Ist Tomatenwein rechtlich Wein?

Im europäischen Weinrecht ist Wein als Erzeugnis aus der alkoholischen Gärung frischer Weintrauben oder von Traubenmost definiert. Ein vergorenes Getränk aus Tomaten fällt daher nicht unter diese Wein-Kategorie. „Tomatenwein“ ist in diesem Beitrag eine beschreibende, umgangssprachliche Bezeichnung; die zulässige Verkehrsbezeichnung eines Verkaufsprodukts richtet sich nach dem jeweiligen Markt und seiner Kennzeichnung.

Geschmack und Verwendung

Je nach Rezeptur kann das Getränk fruchtig, säurebetont, würzig oder leicht süß schmecken. Es lässt sich gekühlt servieren oder zum Ablöschen herzhafter Speisen verwenden. Alkohol verdampft beim Kochen nicht zuverlässig vollständig. Für Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen, die Alkohol meiden, sollte deshalb eine alkoholfreie Alternative verwendet werden. Hintergründe zu Zutatenliste, Gäralkohol, „alkoholfrei“ und 0,0-Prozent-Angaben erläutert der Beitrag „Alkohol in Lebensmitteln: Vorkommen und Kennzeichnung“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Friederike Heidenhof, www.bzfe.de / food-monitor



Rezept: Tomatenwein-Risotto mit Ofentomaten

Cremiges Tomatenwein-Risotto mit gerösteten Kirschtomaten und Basilikum
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Risottoreis
  • 250 g Kirschtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 ml Tomatenwein; alkoholfrei alternativ 150 ml kräftige Gemüsebrühe mit 1 TL Zitronensaft
  • etwa 800 ml heiße Gemüsebrühe
  • 40 g Butter
  • 60 g frisch geriebener Parmesan
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kirschtomaten mit 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und 20 Minuten rösten.
  2. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Restliches Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und beides 3 Minuten glasig dünsten.
  3. Risottoreis zufügen und 1 Minute rühren. Tomatenwein oder die alkoholfreie Mischung angießen und bei mittlerer Hitze fast vollständig einkochen lassen.
  4. Heiße Brühe nach und nach unter regelmäßigem Rühren zugeben. Das Risotto 18 bis 20 Minuten garen, bis es cremig und der Reis noch leicht bissfest ist.
  5. Topf vom Herd nehmen. Butter und Parmesan einrühren, abschmecken und 2 Minuten ruhen lassen. Mit Ofentomaten und Basilikum anrichten.

Serviervorschlag: Sofort auf vorgewärmten Tellern servieren.

Hinweis: Mit Tomatenwein enthält das Gericht Alkohol; auch längeres Garen entfernt ihn nicht sicher vollständig. Für Kinder, Schwangere, Stillende und Personen, die Alkohol meiden, die alkoholfreie Variante wählen. Enthält Milch. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten.

Rezept: food-monitor / KI