Tomaten bringen Farbe, Aroma und Vielseitigkeit auf den Teller

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsearten in Deutschland. Botanisch sind ihre Früchte Beeren; in der Küche zählen sie zum Fruchtgemüse. Je nach Sorte schmecken sie süßlich, fruchtig, würzig oder angenehm säuerlich und passen roh ebenso gut wie gegart in viele Gerichte.
Herkunft und Sortenvielfalt
Die wilden Vorfahren der Tomate stammen aus Südamerika, ihre Kulturgeschichte führt auch über Mittelamerika. Nach Europa gelangte die Pflanze im 16. Jahrhundert. Zunächst wurde sie vor allem als Zierpflanze gehalten, bevor sie sich nach und nach als Lebensmittel etablierte. Die italienische Bezeichnung „pomodoro“ geht auf „goldener Apfel“ zurück.

Heute gibt es Tomaten in zahlreichen Formen, Größen und Farben: von kleinen Kirsch- und Cocktailtomaten über längliche Roma- bis zu großen Fleischtomaten. Auch gelbe, orangefarbene, grüne, braune oder fast schwarze Sorten können vollreif sein. Eine praktische Übersicht bietet der Beitrag „Tomatensorten: Mehr als rund und rot“.
Was steckt in Tomaten?
Tomaten bestehen überwiegend aus Wasser und liefern nur wenig Energie. Sie enthalten unter anderem Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Für die rote Farbe ist vor allem das Carotinoid Lycopin verantwortlich. Gehalt und Verfügbarkeit der Nährstoffe hängen unter anderem von Sorte, Reifegrad und Zubereitung ab. Aus einzelnen Inhaltsstoffen lässt sich jedoch kein Schutzversprechen vor Krankheiten ableiten.

Beim Erhitzen wird die Zellstruktur weicher, sodass Lycopin aus verarbeiteten Tomaten für den Körper gut verfügbar sein kann. Rohe und gegarte Tomaten ergänzen sich daher sinnvoll in einer abwechslungsreichen Ernährung.
Einkauf, Saison und Nachhaltigkeit
Frische Tomaten sollten sortentypisch gefärbt, fest, aber nicht hart und frei von Druckstellen oder Schimmel sein. Bei Rispentomaten ist frisches, nicht vertrocknetes Grün ein zusätzlicher Hinweis auf Qualität. Vollreife Früchte duften meist deutlich aromatisch.
Tomaten aus deutschem Anbau sind vor allem vom Frühjahr bis in den Herbst erhältlich; die Hauptsaison liegt im Sommer. Herkunft, Anbauweise und Beheizung eines Gewächshauses beeinflussen die Umweltbilanz. Wer saisonal, regional und möglichst unverpackt einkauft, kann Transportwege und Verpackungsmüll verringern. Aktuelle Anbaudaten und weitere Hinweise finden Sie in „Tomate genießen: rot, rund, regional“.
Tomaten richtig lagern
Tomaten bewahren ihr Aroma am besten luftig und vor direkter Sonne geschützt bei mäßiger Zimmertemperatur. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt, sie nicht im Kühlschrank und getrennt von anderem Obst und Gemüse zu lagern. Sehr reife Früchte sollten zeitnah verbraucht werden.
Noch feste, unreife Tomaten können an einem warmen, hellen Platz nachreifen. Ein Apfel oder eine Banane in der Nähe beschleunigt den Prozess durch das Reifegas Ethylen. Reife Tomaten geben ebenfalls Ethylen ab und können dadurch empfindliche Nachbarprodukte schneller altern lassen.
Grüne Tomaten richtig einordnen
Grün ist nicht automatisch unreif: Es gibt Sorten, die auch bei voller Reife grün bleiben. Unreife grüne Tomaten enthalten dagegen das Glykoalkaloid Tomatin – nicht Solanin, wie häufig behauptet wird. In üblichen kleinen Mengen gelten entsprechende Spezialitäten nach Einschätzung des BZfE als unbedenklich. Für kleine Kinder und für größere Mengen ist Zurückhaltung sinnvoll; im Zweifel lässt man die Früchte nachreifen.
Verwendung in der Küche

Tomaten schmecken roh im Salat, auf Brot oder als Snack. Gegart eignen sie sich für Suppen, Soßen, Aufläufe, Ofengemüse und Schmorgerichte. Süße kann Säure ausbalancieren, ist aber kein Muss: Reife Tomaten, langsames Garen, Zwiebeln oder Möhren runden eine Soße häufig bereits ausreichend ab. Salz, Pfeffer, Knoblauch, Basilikum, Oregano und Olivenöl unterstreichen das Aroma.
Beschädigte oder schimmelige Früchte gehören nicht in die Verarbeitung. Vor dem Schneiden werden Tomaten unter fließendem Wasser gewaschen; zähe Stielansätze können aus geschmacklichen Gründen entfernt werden.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse; Bundeszentrum für Ernährung / food-monitor
Rezept: Ofentomaten mit Kräuter-Couscous und Feta

Zutaten für 4 Portionen
- 600 g reife Tomaten, gemischt in verschiedenen Größen
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano
- 250 g Couscous
- 300 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Zitronensaft
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- 3 Stiele Minze
- 150 g Feta
- 30 g Sonnenblumenkerne
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Die Tomaten waschen, größere Früchte halbieren oder vierteln und kleine Tomaten ganz lassen. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
- Tomaten und Knoblauch in einer flachen Auflaufform mit 1 EL Olivenöl, Oregano, 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer mischen. Auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten rösten, bis die Tomaten weich sind und leicht gebräunte Stellen haben.
- Währenddessen den Couscous in eine hitzebeständige Schüssel geben. Die Gemüsebrühe aufkochen, darüber gießen und den Couscous zugedeckt 8 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.
- Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter fein schneiden. Kräuter, Zitronensaft und das restliche Olivenöl unter den Couscous mischen und mit Pfeffer abschmecken.
- Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten rösten. Dabei regelmäßig wenden.
- Die Ofentomaten samt ausgetretenem Saft vorsichtig unter den Couscous heben. Den Feta darüberbröseln und mit den gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen.
Serviervorschlag: Das Gericht warm oder lauwarm servieren; dazu passt ein grüner Blattsalat.
Rezept: food-monitor / KI
