Gemüsesäfte: Zucker, Salz, Zutaten und Kennzeichnung

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de
Verschiedene Gemüsesäfte im Glas
Foto: VdF

Gemüsesaft kann eine abwechslungsreiche Ergänzung sein, ersetzt aber nicht pauschal eine Gemüsemahlzeit. Beim Entsaften bleibt ein großer Teil der Ballaststoffe im Trester zurück; zudem unterscheiden sich Produkte deutlich bei Zucker, Salz und weiteren Zutaten.

Natürlicher Zucker ist auch ohne Zuckerzusatz enthalten

Tomaten, Möhren, Rote Bete und andere Gemüsearten enthalten von Natur aus Zucker. Dieser erscheint in der Nährwerttabelle unter „davon Zucker“, auch wenn kein Zucker zugesetzt wurde. Die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet deshalb nicht automatisch „zuckerfrei“.

Zusätzlich können je nach Produkt und den dafür geltenden Anforderungen Zuckerarten, Honig oder andere süßende Zutaten eingesetzt werden. Nur die Zutatenliste zeigt, ob neben dem natürlich enthaltenen Zucker weitere süßende Zutaten verwendet wurden.

Salz: Nährwerttabelle statt pauschaler Werte

Tomaten-, Sauerkraut- und Gemüsesaft werden häufig gesalzen. Wie groß der Anteil an einer empfohlenen Tageszufuhr ist, lässt sich nicht verlässlich für eine ganze Produktgruppe angeben. Er hängt vom Salzgehalt des konkreten Produkts und von der getrunkenen Menge ab.

Zum Vergleich eignet sich die Angabe „Salz“ je 100 Milliliter in der Nährwerttabelle. Für ein Glas mit 200 Millilitern wird dieser Wert verdoppelt. Auch Würzen mit Selleriesalz, Brühe oder anderen salzhaltigen Zutaten erhöht die Menge.

Was steht auf dem Etikett?

Bei vorverpackten Produkten informiert die Zutatenliste über eingesetztes Gemüse, Salz, Zucker, Honig, Gewürze, Kräuter oder weitere Zutaten. Die Nährwerttabelle nennt unter anderem Energie, Kohlenhydrate, Zucker und Salz. Bei Hinweisen wie „gesalzen“ oder „gezuckert“ gelten zusätzlich die Vorgaben und die in den Leitsätzen beschriebene Verkehrsauffassung.

Gemüsesaft ist unverdünnt beziehungsweise aus Konzentrat wiederhergestellt. Gemüsenektar enthält dagegen Wasser und nach den derzeitigen Leitsätzen mindestens 40 Prozent Gemüsesaft und/oder Gemüsemark. Die Unterschiede erläutert der Beitrag „Gemüsesaft und Gemüsenektar: Unterschiede und Leitsätze“.

Wie oft kann Gemüsesaft auf den Speiseplan?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt im Rahmen von mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zusätzlich bis zu zwei Gläser Obst- oder Gemüsesaft à 200 Milliliter im Laufe einer Woche. Ganzes Gemüse sättigt meist besser und liefert mehr Ballaststoffe.

Gemüsesäfte werden häufig durch Erhitzen oder andere physikalische Verfahren haltbar gemacht. Nach dem Öffnen gelten die Kühl- und Verbrauchshinweise des Herstellers. Selbst zubereitete Säfte müssen besonders hygienisch verarbeitet und rasch verbraucht werden.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / food-monitor



Rezept: Frischer Tomaten-Gurken-Gemüsedrink

Frischer roter Gemüsedrink aus Tomaten, Gurke, Paprika und Möhre
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g reife Tomaten
  • 1 Salatgurke, etwa 350 g
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 mittelgroße Möhre
  • 300 ml kaltes Trinkwasser
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Hände, Mixer und Arbeitsfläche sorgfältig reinigen. Tomaten, Gurke, Paprika und Möhre unter fließendem Trinkwasser gründlich waschen.
  2. Paprika halbieren, Stielansatz und Kerne entfernen. Möhre bei Bedarf schälen. Sämtliches Gemüse in Stücke schneiden.
  3. Gemüse mit Wasser 1 bis 2 Minuten fein pürieren. Zitronensaft zugeben und nochmals kurz mixen.
  4. Für eine saftähnliche Konsistenz nach Wunsch durch ein feines, sauberes Sieb streichen; für mehr Ballaststoffe ungesiebt lassen.
  5. Sofort servieren oder abgedeckt kühlen und noch am selben Tag verbrauchen.

Hinweis zu Sicherheit und Allergenen: Die Grundzutaten enthalten keines der 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene. Bei individuellen Kreuzallergien kann rohes Gemüse dennoch Beschwerden verursachen. Nur einwandfreie Zutaten verwenden, den Drink durchgehend kühlen und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.