Japanisches Streetfood ist besonders auf Festivals und Märkten verbreitet; ganzjährig prägen Yatai vor allem die Esskultur von Fukuoka.

Der Begriff Yatai bezeichnet mobile oder provisorische Verkaufsstände. Sie sind bei Matsuri-Festen ein vertrauter Anblick. In Fukuoka gibt es darüber hinaus abends zahlreiche feste Yatai-Standorte. Das Angebot unterscheidet sich nach Region und Anlass.
Okonomiyaki: „gegrillt, wie man es mag“
Okonomiyaki ist ein herzhaftes Gericht auf Basis von Mehl, Ei, fein geschnittenem Kohl und häufig Dashi. Beim Kansai- beziehungsweise Osaka-Stil werden die Zutaten überwiegend vermischt und auf einer heißen Platte gebraten. Typische Ergänzungen sind Schweinebauch oder Meeresfrüchte; darüber kommen Okonomiyaki-Sauce, japanische Mayonnaise, Aonori und Katsuobushi. Beim Hiroshima-Stil werden Teig, Kohl und weitere Zutaten geschichtet, oft zusammen mit Yakisoba-Nudeln und Ei.
Yakisoba: gebratene Weizennudeln
Anders als der Name vermuten lässt, werden Yakisoba gewöhnlich nicht aus Buchweizen, sondern aus Weizenmehl hergestellt. Die Nudeln werden mit Gemüse und häufig Schweinefleisch auf einer heißen Platte gebraten. Eine würzige, leicht süßliche Sauce ähnlich Worcestersauce, eingelegter roter Ingwer und je nach Variante Aonori oder Mayonnaise geben den typischen Geschmack. Pilze oder Tofu eignen sich für fleischlose Varianten.
Wie sich Yakisoba von Soba unterscheiden und welche Rolle Udon und Ramen spielen, erklärt der Ratgeber Die japanische Nudelküche: Soba, Udon, Ramen.
Korokke und weitere Snacks
Korokke sind japanische Kroketten, meist aus gestampften Kartoffeln und weiteren Zutaten. Sie werden paniert und frittiert. Ebenfalls verbreitet sind Takoyaki, gegrillter Tintenfisch, geröstete Süßkartoffeln und süße Angebote wie Taiyaki, Dango oder Crêpes.
Ob beim Gehen gegessen werden darf, hängt vom Ort ab. Auf manchen Märkten und Veranstaltungen ist es üblich, in ausgewiesenen Bereichen oder direkt am Stand zu essen; andernorts wird vom Essen im Gehen abgeraten. Besucher sollten die örtlichen Hinweise beachten, statt daraus eine allgemeine Regel für ganz Japan abzuleiten.
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Aktualisiert am 17. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor / KI
