Focaccia: herzhaftes und süßes Fladenbrot wie aus dem Urlaub

Focaccia ist ein italienisches Hefebrot mit luftiger Krume, goldbrauner Kruste und reichlich Olivenöl.

Focaccia
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Focaccia wird in verschiedenen Regionen Italiens gebacken; besonders bekannt sind Varianten aus Ligurien. Typisch sind ein weicher, gut aufgegangener Teig, die mit den Fingern eingedrückten Mulden und Olivenöl auf der Oberfläche. Anders als eine dünn ausgezogene Pizza bleibt Focaccia meist deutlich dicker und wird häufig als Brot, Beilage oder Snack serviert.

Mehl, Wasser, Hefe und Zeit

Der Grundteig besteht aus Weizenmehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl. Sowohl italienisches Mehl Tipo 00 als auch deutsches Weizenmehl Type 405 oder 550 können geeignet sein. Die Typenbezeichnung allein sagt jedoch nicht aus, wie viel Klebereiweiß ein Mehl enthält. Für eine lockere Krume sind außerdem ausreichendes Kneten, eine passende Wassermenge und genügend Zeit zum Gehen wichtig.

Eine längere Teigführung – beispielsweise mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank – kann Aroma und Struktur verbessern. Kalter Teig sollte vor dem Formen ausreichend Zeit bekommen, wieder geschmeidig zu werden.

So erhält Focaccia ihre typische Oberfläche

Der gegangene Teig wird vorsichtig in eine gut geölte Form oder auf ein Blech gegeben, ohne die eingeschlossene Luft vollständig herauszudrücken. Nach einer weiteren Ruhezeit werden mit geölten Fingerspitzen Mulden in die Oberfläche gedrückt. Darin sammelt sich etwas Olivenöl; grobes Salz und Kräuter sorgen für zusätzliches Aroma.

Gebacken wird bei hoher Temperatur, bis die Oberfläche goldbraun ist. Die genaue Backzeit hängt von Teigdicke, Form und Backofen ab. Das Brot sollte durchgebacken sein, aber innen saftig bleiben.

Herzhafte und süße Varianten

Klassische herzhafte Beläge sind Rosmarin, Thymian, Oregano, Oliven, Tomaten oder Zwiebeln. Saftiges Gemüse sollte nicht zu dicht aufliegen, damit die Oberfläche gut backen kann. Käse wird je nach Sorte besser erst gegen Ende der Backzeit ergänzt, damit er nicht zu dunkel wird. Ein vollständiges Beispiel mit Mengen und Backzeit bietet das Rezept Focaccia mit Tomaten, Oliven und Basilikum.

Auch süße Varianten sind möglich, etwa mit Trauben, dünnen Birnenspalten oder etwas Honig nach dem Backen. Sie unterscheiden sich regional und in der Teigzusammensetzung von herzhaften Rezepten.

Wer Gemüse und Kräuter dekorativ als Blumenmotiv anordnen möchte, findet dafür Anregungen im Beitrag Flower Focaccia: blumige Kunstwerke auf dem Fladenbrot.

Aufbewahren und wieder aufbacken

Frisch gebacken schmeckt Focaccia am besten. Reste sollten nach dem Auskühlen luftdicht verpackt und je nach Belag kühl aufbewahrt werden. Kurz im Backofen oder in einer Pfanne erwärmt, wird die Kruste wieder aromatischer. Unbelegte oder nur mit Kräutern gebackene Stücke lassen sich portionsweise einfrieren.

Redaktionell und fachlich überarbeitet: food-monitor, 20. August 2026