F.R.A.N.Z.-Projekt: Zehn Jahre Biodiversität in der Agrarlandschaft

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Das F.R.A.N.Z.-Projekt verbindet seit 2017 Landwirtschaft und Naturschutz. Im zehnten und finalen Projektjahr 2026 stehen die Erkenntnisse aus praxiserprobten Biodiversitätsmaßnahmen im Mittelpunkt.

F.R.A.N.Z. steht für „Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft“. Das Dialog- und Demonstrationsprojekt wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband getragen. Auf zehn Demonstrationsbetrieben in Deutschland werden Maßnahmen erprobt, die Artenvielfalt fördern und zugleich praxistauglich sowie wirtschaftlich tragfähig sein sollen.

Zum Auftakt des Abschlussjahres präsentierte sich das Projekt im Januar 2026 auf der Grünen Woche in Berlin. Besucherinnen und Besucher konnten sich dort über Maßnahmen informieren, mit denen in der Agrarlandschaft Lebensräume geschaffen und Zielarten wie Feldvögel oder Ackerwildkräuter gefördert werden können.

Erkenntnisse für die künftige EU-Agrarförderung

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf den Rahmenbedingungen für Biodiversitätsmaßnahmen. Die Ergebnisse und die sozioökonomische Begleitforschung zeigen: Landwirtinnen und Landwirte sind grundsätzlich bereit, solche Maßnahmen umzusetzen. Dafür benötigen sie verlässliche Förderbedingungen, eine faire Finanzierung, fachliche Beratung und ausreichend betriebliche Flexibilität innerhalb klarer naturschutzfachlicher Leitplanken.

Diese Erkenntnisse sind auch für die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union relevant. Die Projektpartner bringen deshalb Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis und der Begleitforschung in die agrarpolitische Diskussion ein. Mehrere erprobte Maßnahmen wurden bereits in Förderprogramme der Bundesländer übernommen; zudem entstanden weitere Projekte, die auf den Erfahrungen von F.R.A.N.Z. aufbauen.

Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Prioritäten der Förderung bewerten, zeigt der Beitrag EU-Agrarpolitik: Erwartungen an Tierwohl und Nachhaltigkeit.

Praxiswissen aus zehn Projektjahren

Unter dem Hashtag #FRANZBotschaften berichten landwirtschaftliche Betriebe, Beratung und Forschung über Erfolge, Hemmnisse und ihre Erfahrungen mit Biodiversitätsmaßnahmen. Das Projekt macht damit deutlich, dass die ökologische Wirksamkeit allein nicht genügt: Die Maßnahmen müssen auch in Betriebsabläufe passen, langfristig finanziert sein und verständlich begleitet werden.

Weitere Informationen, Maßnahmenblätter und Projektergebnisse bietet die Website des F.R.A.N.Z.-Projekts.

Quelle: F.R.A.N.Z.-Projekt / food-monitor
Aktualisiert am 14. August 2026

Weiterführend: Faire Finanzierung von Biodiversität in der Landwirtschaft.