Zum Tag der Tiefkühlkost am 6. März 2026 stellte iglo Ergebnisse zu Kauf- und Ernährungsgewohnheiten vor:
- Welches Potenzial steckt in Tiefkühlware?
- Wie beurteilen jüngere Befragte die Nutzung von Tiefkühlprodukten?

Die Angaben stammen aus einer iglo-Pressemitteilung vom 5. März 2026. Der darin zitierte „Frozen in Focus“-Report beruht auf einer YouGov-Befragung für Nomad Foods, die Muttergesellschaft von iglo: In Deutschland wünschen sich 44 Prozent der 25- bis 34-Jährigen ein größeres Gefrierfach – deutlich mehr als der Durchschnitt aller Altersgruppen von 36 Prozent. Auch bei den 18- bis 24-Jährigen liegt der Wert mit 37 Prozent höher.[1] Die Befragung erfasst Einstellungen und Selbstauskünfte. Daraus allein lässt sich weder ein zeitlicher Imagewandel noch ein gesundheitlicher Vorteil ableiten.
Airfryer und Co. verändern die TK-Nutzung
Neue Küchengeräte spielen eine zentrale Rolle beim veränderten Image von Tiefkühlkost. 14 Prozent gaben an, nach der Anschaffung eines neuen Geräts – allen voran die Heißluftfritteuse – mehr Tiefkühlprodukte zu kaufen.[1] Übrigens: 12 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen TikTok gezielt für Tipps rund um Tiefkühlware.[1] Eine Studie des Max-Rubner-Instituts zeigt sogar, dass 72 Prozent der Deutschen im Alter von 18 bis 29 Jahren Internet und soziale Medien nutzen, um sich über Ernährung allgemein zu informieren.[2]
Nährstoffgehalte und Verbrauchermeinungen unterscheiden
Laut Ernährungsreport 2025 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft nehmen 71 Prozent mindestens einmal täglich Gemüse oder Obst zu sich.[3] Tiefgekühltes Gemüse kann dabei unterstützen: 62 Prozent sind überzeugt, dass Tiefkühlkost genauso nahrhaft sein kann wie frische Lebensmittel.[1] Eine Laborstudie der University of California, Davis, verglich vier Vitamine beziehungsweise Provitamine in acht Obst- und Gemüsearten: Die Werte der tiefgekühlten Proben waren häufig vergleichbar oder höher, bei einzelnen Produkten und Nährstoffen jedoch auch niedriger.[4] Das belegt keine pauschale gesundheitliche Überlegenheit sämtlicher Tiefkühlprodukte. Die National Library of Medicine stellt den Literaturdatensatz bereit; sie führte die Studie nicht durch. Eine vom Branchenverband Deutsches Tiefkühlinstitut berichtete Befragung erfasst ebenfalls Einschätzungen, keine gemessenen Gesundheitswirkungen: 70 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Tiefkühlkost dabei helfen kann, sich gesund zu ernähren. Als besonders hilfreich werden der Erhalt von Vitaminen und Nährstoffen (85 Prozent) sowie die ganzjährige Verfügbarkeit gesunder Zutaten (85 Prozent) genannt.[5] Außerdem schätzen 38 Prozent, dass sie dank des Gefrierfachs saisonale Zutaten das ganze Jahr über nutzen können.[1]
Das wachsende Interesse junger Menschen am Gefrierfach passt zu gesellschaftlichen Entwicklungen: Der Ernährungsreport 2025 zeigt, dass 57 Prozent der Deutschen Wert darauflegen, dass Essen sich einfach und schnell zubereiten lässt – 2015 waren es nur 45 Prozent.[3] Vorgeschnittenes Tiefkühlgemüse kann die Zubereitung erleichtern. Für die ernährungsphysiologische Bewertung bleiben die Zusammensetzung des jeweiligen Produkts und die gesamte Ernährung entscheidend.
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[1] Frozen in Focus Report, Nomad Foods / YouGov-Befragung von 2.279 Personen in Deutschland, Mai 2025
[2] Max-Rubner-Institut (MRI), „Online-Befragung nemo Erwachsene“, Ergebnisbericht, 3.155 Befragte in Deutschland, April 2025
[3] Ernährungsreport 2025 „Deutschland, wie es isst“, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), Forsa-Befragung von ca. 1.000 Personen
[4] Ali Bouzari, Dirk Holstege, Diane M. Barrett: Vitamin retention in eight fruits and vegetables: a comparison of refrigerated and frozen storage. Journal of Agricultural and Food Chemistry 2015;63(3):957–962. DOI: 10.1021/jf5058793.
[5] Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., TK-Trendbarometer 2026 „TK und Gesundheit“, Februar 2026
Quelle: iglo.de
