Historische Premiere: Gründung des Global Baking Councils.
Beim Jahreskongress der International Association of Plant Bakers (AIBI, Europäischer Dachverband der industriellen Backwirtschaft) in Sophia Antipolis gab sich die globale Backbranche erstmals eine gemeinsame institutionelle Stimme. Und die deutsche Seite war nicht nur dabei, sie übernahm auch Verantwortung.
Im Rahmen des AIBI-Kongresses wurde die Gründungsurkunde des Global Baking Councils unterzeichnet. Die gemeinsame Initiative von AIBI und der American Bakers Association (ABA) ist das erste institutionalisierte Forum, das nationale Backverbände weltweit miteinander vernetzt.
Ziel ist ein strukturierter Austausch über regulatorische Entwicklungen, Verbraucherfragen und politische Rahmenbedingungen. Außerdem eine koordinierte Interessenvertretung, die über einzelne Märkte hinausgeht. Der Verband Deutscher Großbäckereien ist über die AIBI von der Gründung an Teil dieses globalen Netzwerks.
Gleich zwei Vertreter aus dem Verband Deutscher Großbäckereien zogen ins Präsidium des europäischen Dachverbandes ein. Tobias Schuhmacher, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, wurde als Schatzmeister bestätigt. Sebastian Gooding, CEO von Valora B2B, erhielt das Mandat als Vizepräsident. Alexander Meyer-Kretschmer, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Großbäckereien, steht erneut dem Technischen Ausschuss vor. Er leitet damit das zentrale Expertengremium der europäischen Brot- und Backwarenindustrie, das sich mit allen relevanten EU-Regulierungen und technischen Richtlinien für industrielle Großbäckereien befasst. Damit ist die deutsche Backbranche auf europäischer Ebene so stark vertreten wie selten zuvor.
Schuhmacher: Europas Backverbände müssen konzertierter auftreten
Tobias Schuhmacher macht keinen Hehl daraus, was er sich von seiner Rolle und von der AIBI erwartet. „Wir vertreten 16 Nationalverbände, 500 Mitgliedsunternehmen und einen Jahresumsatz von 110 Milliarden Euro. Das ist eine Größe, mit der wir in Brüssel gehört werden, wenn wir geschlossen auftreten“, sagt er. „Mein Anspruch ist, dass wir für die nächsten zwei Jahre klare Ziele setzen, wie wir unsere Sichtbarkeit erhöhen und die finanzielle Basis des Verbandes auf breitere Beine stellen.“
Gooding: Gemeinsam stärker in Regulierungsfragen
Sebastian Gooding, CEO von Valora B2B, bringt als deutsch-britischer Manager langjährige Erfahrung aus der europäischen und US-amerikanischen Lebensmittelindustrie in das Präsidium ein. Er kennt die Chancen und Herausforderungen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus erster Hand. „Starke Lebensmittel-Lieferketten entstehen durch langfristige Investitionen. Europa braucht dafür eine wettbewerbsfähige Energieversorgung, verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. So sichern wir Qualität, Innovation und Versorgungssicherheit für die Zukunft Europas“, so Gooding.
Norbert Lötz, Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, freut sich über diese Entwicklung: „Tobias Schuhmacher und Sebastian Gooding stehen für eine Branche, die gestalten will und nicht nur reagiert. Mit beiden im Präsidium hat die deutsche Backwirtschaft in Europa jetzt genau die Stimme, die sie verdient.“
Weiterführend: Rolle der Großbäckereien für die Grundversorgung.
Quelle: grossbaecker.de
