Dry4Good plant Ausbau der Produktion getrockneter Lebensmittelzutaten

food-monitor: Dry4Good plant fünf Millionen Euro für den Ausbau seiner Zutatenproduktion in Frankreich. Vorgesehen sind zusätzliche Linien; eine allgemeine Überlegenheit des Trocknungsverfahrens ist damit nicht belegt.


Fünf Millionen Euro für den Ausbau der Zutatenproduktion in Cergy

Dry4Good plant den Ausbau seines französischen Produktionsstandorts. Laut einer Mitteilung des Fonds Île-de-France Réindustrialisation sollen fünf Millionen Euro investiert werden. Vorgesehen sind zwei zusätzliche Produktionslinien, eine jährliche Verarbeitungskapazität von 800 Tonnen und etwa zehn neue Arbeitsplätze. Dies sind Ausbaupläne, keine Bestätigung bereits erreichter Produktionsmengen.

Der von Innovacom – Turenne Groupe verwaltete Fonds und weitere Investoren aus der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft unterstützen das Unternehmen. Der Fonds wird von der Region Île-de-France mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Grünes Pflanzenpulver auf einem Teller neben getrockneten Blättern und einem Löffel

Präzisionstrocknung als Herstellerkonzept

Das Unternehmen verarbeitet Obst, Gemüse und aromatische Pflanzen zu getrockneten Zutaten. Nach eigener Darstellung soll sein Präzisionstrocknungsverfahren Geschmack, Farbe und Nährstoffe möglichst bewahren. Die Zutaten werden unter anderem als Pulver und Stückchen angeboten und sollen Rezepturen mit weniger Zusatzstoffen ermöglichen.

Dry4Good nennt Anwendungen in Backwaren, Süßwaren, Getränken und herzhaften Produkten. Ob sich ein bestimmter Zusatzstoff ersetzen lässt und welche Nährstoffgehalte erhalten bleiben, muss jedoch für die jeweilige Zutat und Rezeptur geprüft werden. Eine pauschale Überlegenheit gegenüber allen anderen Trocknungsverfahren ist damit nicht belegt.

Welche Funktionen beim Austausch von Zutaten erhalten bleiben müssen, erläutert die Analyse Sieben Zutaten, die Europas Lebensmittelhersteller zunehmend hinterfragen. Sie behandelt Zielkonflikte bei Geschmack, Textur, Haltbarkeit und Prozesssicherheit und ergänzt damit die hier beschriebenen Herstellerpläne.

Was sich über Trocknung allgemein sagen lässt

Trocknung kann Nährstoffgehalte und sensorische Eigenschaften verändern. Das Ausmaß hängt vom Lebensmittel und vom eingesetzten Verfahren ab, wie die FAO erläutert. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass herkömmlich getrocknete Zutaten grundsätzlich künstliche Aromen oder Farbstoffe benötigen. Ebenso belegt die Wahl eines Trocknungsverfahrens für sich allein nicht das Ende hochverarbeiteter Lebensmittel.

Eine zuvor genannte weltweite Marktprognose wurde entfernt, weil sich ihre Originalquelle und Marktabgrenzung nicht nachvollziehbar belegen ließen.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 14. September 2026.

Quelle: dry4good.fr; reindustrialisation.iledefrance.fr; fao.org

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