Fibermaxxing: Hülsenfrüchte voll im Trend

food-monitor: Der Trend Fibermaxxing rückt Hülsenfrüchte als Ballaststoffquellen in den Blick. Besonders ballaststoffreich sind unter anderem Süßlupinen, Sojabohnen und Ackerbohnen.


Ballaststoffe erleben derzeit ein Comeback.

Besonders hohe Ballaststoffgehalte weisen Süßlupinen, Sojabohnen und Ackerbohnen auf. Aber auch die Körnererbse trägt dazu bei, die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen.

Unter dem Schlagwort „Fibermaxxing“ zeigen Influencerinnen und Influencer auf TikTok, Instagram und anderen sozialen Netzwerken, wie sie ballaststoffreiche Lebensmittel gezielt in ihren Alltag integrieren. Hinter dem Trend verbirgt sich die Idee, mehr Ballaststoffe in den Speiseplan einzubauen. Das Interesse kommt nicht von ungefähr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe aufzunehmen. Tatsächlich liegt die durchschnittliche Aufnahme in Deutschland mit rund 18 Gramm bei Frauen und 19 Gramm bei Männern deutlich darunter.

Was bei einer schnellen Steigerung der Ballaststoffzufuhr zu beachten ist, erläutert der Beitrag „Ballaststoff-Boost mit Risiko: Warnung vor dem Fibermaxxing-Hype!“.

Der Trend rückt Lebensmittel in den Fokus, die von Natur aus reich an Ballaststoffen sind. Dazu zählen auch Körnererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen und Sojabohnen. Als Aufstrich, Fleischalternative, Drink oder Backzutat finden sie heute in vielen Lebensmitteln Verwendung.

Warum Hülsenfrüchte zum Fibermaxxing passen

Der Trend Fibermaxxing richtet den Blick auf ballaststoffreiche Lebensmittel. Körnererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen und Sojabohnen passen deshalb gut in die aktuelle Diskussion. Je nach Art enthalten sie zwischen 10 und 36 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm Mehl.

Besonders hohe Ballaststoffgehalte weisen Süßlupinen, Sojabohnen und Ackerbohnen auf. Aber auch die Körnererbse trägt dazu bei, die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen.

Neben den Ballaststoffen liefern die vier Hülsenfrüchte auch beachtliche Mengen pflanzlichen Proteins. Die Gehalte reichen von 23 bis 38 Gramm pro 100 Gramm Mehl.

„Der Trend Fibermaxxing lenkt die Aufmerksamkeit auf Lebensmittel, die schon lange Teil einer ausgewogenen Ernährung sind. Körnererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen und Sojabohnen verbinden ernährungsphysiologische Vorteile mit einer großen kulinarischen Vielfalt. Damit passen sie hervorragend zu dem Wunsch vieler Verbraucherinnen und Verbraucher, ihre Ernährung bewusster und abwechslungsreicher zu gestalten“, sagt Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP).

Jede Kultur hat ihre eigenen Stärken

Obwohl sie derselben Pflanzenfamilie angehören, unterscheiden sich Körnererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen und Sojabohnen in ihrer Zusammensetzung und ihren Verwendungsmöglichkeiten.

Die Sojabohne zeichnet sich durch ein besonders ausgewogenes Aminosäurenmuster aus. Süßlupinen gehören zu den ballaststoffreichsten Hülsenfrüchten überhaupt. Körnererbsen und Ackerbohnen ergänzen sich wiederum sehr gut mit Getreideprodukten wie Brot, Haferflocken oder Nudeln. Das macht alle vier Kulturen zu vielseitigen Bausteinen einer pflanzenbetonten Ernährung.

Die Sorten und Küchenverwendung einer der genannten Kulturen erläutert die Erbsen-Warenkunde mit Rezept für grünen Erbsenhummus.

Vielseitig in der Küche

Die Zeiten, in denen Hülsenfrüchte vor allem als Zutat für Eintöpfe galten, sind längst vorbei. Körnererbsen finden sich heute beispielsweise in Backwaren, Fleischalternativen oder Desserts. Aus Sojabohnen entstehen unter anderem Tofu, Drinks und Brotaufstriche. Süßlupinen werden für Backwaren, Aufstriche, Speiseeis sowie pflanzliche Alternativen zu Milch und Fleisch verwendet. Ackerbohnen werden unter anderem zu Eiersatzprodukten, Pflanzendrinks und Fleischalternativen verarbeitet und finden zudem ihren Weg in Brot und Backwaren.

Mehr zu Forschung an Pflanzendrinks aus Luzerne.

Gerade diese Vielseitigkeit macht die vier Kulturen für Verbraucherinnen und Verbraucher interessant. Sie lassen sich unkompliziert in bekannte Gerichte integrieren und eröffnen gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Küche. Für die Umweltwirkungen verschiedener Lebensmittel bietet die Ökobilanz von Lebensmitteln eine erste Orientierung.

Mehr als ein Social-Media-Trend

Der aktuelle Hype um Fibermaxxing zeigt, wie groß das Interesse an ballaststoffreichen Lebensmitteln geworden ist. Die vier Kulturen verdeutlichen, dass Hülsenfrüchte heute weit mehr sind als klassische Zutaten für Suppen und Eintöpfe. Sie bereichern die moderne Küche und liefern zugleich wertvolle Nährstoffe.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

Dieser Beitrag ist Teil des Themenfeldes: Produktentwicklungen und sich ändernde Verbraucherbedürfnisse.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 7. September 2026

Quelle: ufop.de