Sommerzeit ist auch Kürbiszeit

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Sommerkürbisse: Zucchini, Patisson und junge Gartenkürbisse

Zucchini als Sommerkürbis
Foto: Ellie Burgin auf Pexels

Sommerkürbisse werden jung geerntet, wenn Schale und Kerne noch weich sind. Die bekannteste Form ist die Zucchini. Auch Patisson und manche junge Gartenkürbisse zählen dazu.

Im Unterschied dazu reifen Winterkürbisse vollständig aus. Sie bilden eine harte Schale und lassen sich je nach Sorte deutlich länger lagern.

Jung ernten und rasch verbrauchen

Sommerkürbisse schmecken mild und eignen sich zum Braten, Dünsten, Grillen, Füllen und für Salate. Zucchini können nach gründlichem Waschen mit Schale und weichen Kernen verarbeitet werden.

Im Gemüsefach halten Sommerkürbisse meist nur wenige Tage. Sie reagieren empfindlich auf sehr niedrige Temperaturen und auf Ethylen von Äpfeln oder Tomaten. Feste, unbeschädigte Früchte ohne weiche oder schimmelige Stellen sind die beste Wahl.

Bitterkeit ist ein Warnsignal

Vor der Zubereitung wird ein kleines rohes Stück probiert. Eine ungewöhnlich bitter schmeckende Zucchini oder ein anderer Kürbis wird vollständig entsorgt. Bittere Cucurbitacine können schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen und werden durch Garen nicht zuverlässig zerstört. Das Risiko besteht besonders bei selbst gewonnenem Saatgut und Kreuzungen mit Zierkürbissen.

Zierkürbisse sind einschließlich ihrer Kerne nicht essbar. Mehr zur Abgrenzung erklärt „Halloween-Kürbis: Speisekürbis oder Zierkürbis?“.

Nährstoffe und Umwelt sachlich bewerten

Kürbisse liefern je nach Sorte unter anderem Beta-Carotin, Kalium und Ballaststoffe. Die Umweltwirkung hängt von Anbau, Ertrag, Lagerung und Transport ab. Regionaler Freilandanbau kann Wege verkürzen, macht ein Lebensmittel aber nicht automatisch in jeder Hinsicht klima- und umweltfreundlich.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Gabriela Freitag-Ziegler, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Gefüllte Zucchini mit Tomaten-Bulgur und Feta

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 mittelgroße Zucchini (je etwa 250 g)
  • 180 g Bulgur
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 180 g Feta
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Den Bulgur in eine Schüssel geben. Die Gemüsebrühe aufkochen, darübergeben und den Bulgur zugedeckt 12 bis 15 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.
  2. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zucchini gründlich waschen und von jeder Frucht ein kleines rohes Stück probieren. Schmeckt es ungewöhnlich bitter, die gesamte Zucchini entsorgen. Andernfalls längs halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Teelöffel bis auf einen etwa 1 cm breiten Rand herauslösen. Das Fruchtfleisch klein schneiden. Die Zucchinihälften in eine leicht geölte Auflaufform legen und innen sparsam salzen.
  3. Kirschtomaten waschen und vierteln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Die Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und 2 EL Saft auspressen. Den Feta würfeln.
  4. Das übrige Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Zucchinifruchtfleisch 5 Minuten anbraten. Knoblauch, Tomaten und Oregano zugeben und weitere 2 Minuten garen.
  5. Bulgur, Zitronenabrieb, Zitronensaft und die Hälfte der Petersilie unter das Gemüse mischen. Mit Pfeffer und bei Bedarf wenig Salz abschmecken; dabei die Salzigkeit von Brühe und Feta berücksichtigen.
  6. Die Bulgurmasse in die Zucchinihälften füllen und den Feta darauf verteilen. Auf der mittleren Schiene 25 bis 30 Minuten backen, bis die Zucchini weich und der Feta goldbraun ist.
  7. Die gefüllten Zucchini 5 Minuten ruhen lassen, mit der übrigen Petersilie bestreuen und servieren.

Serviervorschlag: Die Zucchini schmecken warm als Hauptgericht und lauwarm auch gut für ein sommerliches Büfett.

Gebackene Zucchinihälften mit Bulgur, Tomaten und Feta
Foto: food-monitor / KI

Allergene: Enthält Gluten (Bulgur), Milch (Feta) und möglicherweise Sellerie in der Gemüsebrühe.

Rezept: food-monitor / KI