Bienen stellen Waldhonig anders her als Blütenhonig.

Statt Blütennektar sammeln sie Honigtau − die zuckerhaltigen Ausscheidungen von pflanzensaftsaugenden Insekten. Dazu gehören etwa Blattläuse. Bienen verarbeiten diesen Honigtau zu Waldhonig. Er wird daher auch Honigtauhonig genannt. Typische Bäume für Waldhonig sind Fichten, Tannen, Kiefern oder Eichen. Allerdings gibt es Waldhonig nicht jedes Jahr.
“Starke Hitze, Trockenheit oder lange Regenperioden können die Zahl der Blattläuse und anderer Honigtau-Produzenten stark verringern”, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Frisch ausgeschiedener Honigtau ist zunächst fast wasserklar. Erst während der Reifung in den Waben entwickelt sich die typische rot- bis grünlichbraune Farbe des Waldhonigs und das würzig-malzige Aroma.
Nicht zu heiß verwenden
Waldhonig bleibt meist lange flüssig. Er eignet sich gut zum Süßen von Desserts, Joghurt und Müsli sowie für Marinaden und Salatsoßen. Die gesundheitsförderlichen Antioxidantien und Enzyme im Honig sind hitzeempfindlich. In heißem Tee über 40 Grad Celsius und beim Backen werden sie zerstört. Wie anderer Honig besteht auch Waldhonig zum Großteil aus Zucker und sollte daher nur in Maßen genossen werden.
Rezept: Tee mit Waldhonig
Zutaten
- Tee: 1 Teelöffel lose Teeblätter (oder 1 Teebeutel)
- Empfehlung: Kräftige Sorten wie Assam (Schwarztee), Rooibos (Rotbusch) oder intensive Kräutertees (z. B. Salbei oder Thymian) passen ideal zum herben Waldhonig.
- Wasser: 250 ml frisches Wasser
- Waldhonig: 1 bis 2 Teelöffel (je nach gewünschter Süße)
- Optionale Beigabe: Ein kleiner Spritzer frischer Zitronensaft
Zubereitung
- Wasser erhitzen: Das Wasser zum Kochen bringen. Bei Schwarz- oder Kräutertee sollte das Wasser sprudelnd kochen (ca. 100 °C). Bei Grüntee das Wasser nach dem Kochen auf etwa 70–80 °C abkühlen lassen, damit die Blätter nicht bitter werden.
- Tee aufgießen und ziehen lassen: Den Tee mit dem heißen Wasser übergießen.
- Schwarztee: 3 bis 5 Minuten ziehen lassen.
- Kräuter- oder Rooibostee: 5 bis 8 Minuten ziehen lassen.
- Tee abseihen: Die Teeblätter entfernen oder den Teebeutel herausnehmen.
- Abkühlen lassen (wichtig für den Honig): Den Tee vor der Zugabe des Honigs auf etwa 40 °C bis maximal 50 °C abkühlen lassen (Trinktemperatur).
Hinweis: Zu hohe Temperaturen zerstören die hitzeempfindlichen, Enzyme und gesunden Inhaltsstoffe des Waldhonigs. - Honig einrühren: Den Waldhonig in den abgekühlten Tee geben und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Nach Wunsch mit etwas Zitronensaft abschmecken.
