Quiche und Zwiebelkuchen sind beliebt – können aber bei empfindlichen Menschen Völlegefühl auslösen.

Fettreiche Speisen, große Portionen, Zwiebeln, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke können bei manchen Menschen Beschwerden wie Druck im Oberbauch, Aufstoßen oder Blähungen verstärken. Langsames Essen und eine kleinere Portion sind deshalb oft die einfachsten Maßnahmen.
Gärt Federweißer im Magen weiter?
Federweißer befindet sich noch im Gärprozess: Hefen wandeln Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Dieser Prozess setzt sich vor allem bei der Lagerung in der Flasche fort. Die pauschale Aussage, Federweißer „gäre im Magen weiter“, ist als Erklärung für Verdauungsbeschwerden nicht belegt. Alkohol und Kohlendioxid können einen empfindlichen Magen jedoch zusätzlich belasten.
Was ist von Artischockenpräparaten zu halten?
Zubereitungen aus Artischockenblättern werden traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Flatulenz eingesetzt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur weist allerdings darauf hin, dass die klinischen Studien klein und methodisch begrenzt sind. Eine gesicherte Wirkung lässt sich daraus nicht ableiten.
Artischockensaft ist weder eine belegte „Entgiftung“ der Leber noch eine Behandlung von Gallensteinen. Auch pauschale Versprechen zur Cholesterinsenkung sind nicht gerechtfertigt. Zudem sind Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel nicht mit standardisierten pflanzlichen Arzneimitteln gleichzusetzen. Darauf macht auch die Verbraucherzentrale aufmerksam.
Wer an Erkrankungen der Leber oder Gallenwege leidet oder Gallensteine vermutet, sollte Artischockenpräparate nicht auf eigene Faust verwenden, sondern ärztlichen Rat einholen. Anhaltende, starke oder wiederkehrende Oberbauchbeschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.
Ursprünglicher Beitrag: Wirths PR
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026. Einordnung nach EMA, Verbraucherzentrale und gesund.bund.de.
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Verbraucherzentrale und gesund.bund.de / food-monitor
Rezept: Leichter Zwiebelkuchen mit Joghurtguss

Zutaten für 6 Portionen
- 200 g Dinkelvollkornmehl
- 1 TL Backpulver
- 100 g Magerquark
- 4 EL Rapsöl
- 50 ml kaltes Wasser
- 800 g Zwiebeln
- 100 g magerer Schinkenspeck, gewürfelt
- 3 Eier (Größe M)
- 300 g Naturjoghurt (3,5 Prozent Fett)
- 1 TL Kümmelsamen
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- 150 g Blattsalat
- 1 EL Apfelessig
Zubereitung
- Mehl, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Quark, 2 EL Rapsöl und kaltes Wasser zufügen und rasch zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. 1 EL Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Schinkenspeck in den letzten 3 Minuten mitgaren. Etwas abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser leicht einfetten. Teig ausrollen, Form damit auskleiden und einen etwa 3 cm hohen Rand formen.
- Eier und Joghurt verquirlen. Kümmel unterrühren und kräftig mit Pfeffer sowie wenig Salz würzen. Zwiebelmischung auf dem Teig verteilen und den Guss darübergeben.
- Zwiebelkuchen auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis der Guss gestockt und die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
- Blattsalat waschen und trocken schleudern. Apfelessig mit dem restlichen Rapsöl, Salz und Pfeffer verrühren und mit dem Salat vermengen.
Serviervorschlag: Den Zwiebelkuchen lauwarm mit dem Blattsalat servieren.
Allergenhinweis: Das Rezept enthält glutenhaltiges Dinkelgetreide, Milch und Ei. Bei verpacktem Schinkenspeck und Backpulver zusätzlich die Kennzeichnung beachten.
Rezept: food-monitor / KI
