Paranüsse gelten wegen ihres hohen Selengehalts als gesund

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Paranüsse: viel Selen, natürliche Radioaktivität und klare Mengenbegrenzung

Paranüsse
Foto: Adriano Gadini auf Pixabay

Paranüsse stammen überwiegend aus dem Amazonasgebiet. Sie liefern Eiweiß, Fett, Ballaststoffe und besonders viel Selen. Der Selengehalt schwankt jedoch stark von Nuss zu Nuss und kann bereits mit wenigen Kernen sehr hoch sein.

Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Zu viel Selen kann auf Dauer aber gesundheitsschädlich sein. Für Erwachsene gilt deshalb die Empfehlung, höchstens zwei Paranüsse pro Tag zu essen und sie nicht zusätzlich als unkontrollierte Selenquelle zu Nahrungsergänzungsmitteln zu nutzen.

Radium: besondere Empfehlung für empfindliche Gruppen

Paranussbäume nehmen aus dem Boden vergleichsweise viel natürliches Radium auf. Eine 2026 veröffentlichte Laborstudie kam zu dem Ergebnis, dass nur ein kleiner Teil der untersuchten Radium- und Bariummenge während der simulierten Verdauung biozugänglich war. Das Bundeszentrum für Ernährung bewertet bis zu zwei Nüsse täglich für Erwachsene unter diesem Gesichtspunkt als vertretbar.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt Schwangeren, Stillenden, Kindern und Jugendlichen vorsorglich, keine Paranüsse zu essen. Diese Gruppen sollten auch Speisen mit gemahlenen oder gehackten Paranüssen meiden.

Allergie, Schimmel und Lagerung

Paranüsse gehören zu den kennzeichnungspflichtigen Schalenfrüchten und können schwere allergische Reaktionen auslösen. Geschälte Kerne werden luftdicht, kühl und dunkel gelagert. Muffige, ranzige, verfärbte oder schimmelige Nüsse werden vollständig entsorgt; Erhitzen beseitigt mögliche Schimmelgifte nicht zuverlässig.

Allgemeine Hinweise dazu enthält „Walnüsse – Vorsicht bei Schimmelbefall“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Heike Kreutz / food-monitor



Rezept: Rote-Bete-Apfel-Salat mit Paranuss-Vinaigrette

Rote-Bete-Apfel-Salat mit Feldsalat und wenigen Paranussstücken
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g gegarte Rote Bete
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 120 g Feldsalat
  • 4 Paranusskerne
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Rote Bete abtropfen lassen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden.
  2. Den Feldsalat gründlich waschen, verlesen und trocken schleudern.
  3. Die vier Paranusskerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2 Minuten leicht rösten. Sofort herausnehmen, abkühlen lassen und sehr fein hacken.
  4. Rapsöl, Apfelessig, Senf und Honig zu einer Vinaigrette verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die gehackten Paranüsse unterrühren.
  5. Rote Bete und Äpfel mit der Vinaigrette vermengen. Den Feldsalat erst unmittelbar vor dem Servieren vorsichtig unterheben.

Serviervorschlag: Den Salat auf vier Teller verteilen, sodass jede Erwachsenenportion höchstens einen Paranusskern enthält.

Hinweis: Entsprechend der im Beitrag genannten Empfehlung ist dieses Rezept nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche vorgesehen.

Allergene: Enthält Paranüsse und Senf.

Rezept: food-monitor / KI

Quelle: bzfe.de; bfs.de