Gut zwei Jahre nach ihrer Einführung verzeichnet die App lebensmittelwarnung.de mehr als 400.000 Downloads.
Kostenfreies Angebot des BVL und der Länder informiert über Produktrückrufe.
Das Webportal ging bereits im Jahr 2011 an den Start. „Seitdem haben die zuständigen Behörden in Deutschland insgesamt 3.122 Meldungen veröffentlicht, davon 323 im Jahr 2025 – ein Beleg für die anhaltend hohe Relevanz und Akzeptanz des Systems“, sagt Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl, Präsidentin des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Seit einem umfassenden Relaunch des Verbraucherschutzportals des Bundes und der Länder am 18. Juni 2024 steht auch eine App für mobile Endgeräte in den App-Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung. „Wir geben Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland damit ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie sich überall und jederzeit über aktuelle Rückrufe informieren können. Das ist ein weiterer Baustein für die Lebensmittelsicherheit in Deutschland“, so Professorin Böl.
Filter und Push-Nachrichten für individuelle Informationen.
lebensmittelwarnung.de informiert über Rückrufe und weitere relevante Meldungen zu Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln sowie Mitteln zum Tätowieren. Als Suchfilter wurde außerdem die Kategorie „Baby- und Kinderprodukte“ eingeführt. Die Meldungen lassen sich nach Warnungsgrund, Bundesland, Zeitraum oder Produkttyp filtern. Nutzerinnen und Nutzer können individuell einstellen, zu welchen Produktkategorien und Meldungsgründen sie automatisch eine Push-Nachricht bekommen möchten, sobald eine entsprechende Meldung ins Portal eingestellt wird.
In Meldungen und Publikationen verwendete Schlagworte, Fachbegriffe und Fremdwörter werden in einem Glossar erklärt sowie kurze Erläuterungen zu möglichen Gesundheitsgefahren gegeben. Im Bereich der häufig gestellten Fragen finden sich auch Informationen zur Lebensmittelüberwachung sowie den Zuständigkeiten der Behörden und Unternehmen.
Beispiele für amtliche Rückrufmeldungen aus September 2026 sind der Kimchi-Rückruf wegen möglicher Kunststofffremdkörper und der Rinderhackfleisch-Rückruf wegen Shiga-Toxin bildender E. coli. Maßgeblich sind jeweils die konkret genannten Chargen und die amtlichen Angaben.
Ein historisches Beispiel für Rückrufe über mehrere Handelsketten ist der Bericht zu Tiefkühlbeeren aus Juli 2026. Er dokumentiert konkrete Produktdaten und die Forderung nach schneller, widerspruchsfreier Verbraucherinformation.
Andere Warnungsgründe veranschaulichen die datierten Meldungen zum Chlorpyrifos-Rückruf bei Erdbeeren in weißer Schokolade vom 9. September 2026 und zum Frosty-Pocket-Rückruf wegen erhöhtem Glyceringehalt, aktualisiert am 4. September 2026. Diese Beispiele ergänzen die oben erläuterten Filter; die betroffenen Produkte sind jeweils anhand der konkreten Warnangaben zu prüfen.
Hintergrund zur Plattform.
lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform, die Verbraucherinnen und Verbraucher deutschlandweit über Rückrufe und sonstige relevante Meldungen zu Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Mitteln zum Tätowieren informiert. Das Angebot steht als Webseite und App für mobile Endgeräte zur Verfügung. Die zuständigen Behörden der 16 Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) publizieren hier im Rahmen ihrer Zuständigkeiten Informationen zu Produkten, die möglicherweise gesundheitsgefährdend bzw. aus anderen Gründen für den Verzehr oder Gebrauch ungeeignet sind oder Verbraucherinnen und Verbraucher täuschen können.
Über die im Juli eingeführten Funktionen berichtete food-monitor unter Mehr Übersicht bei Rückrufen in der App lebensmittelwarnung.de.
Den grenzüberschreitenden Informationsaustausch zwischen Behörden beschreibt ergänzend der BVL-Bericht zum RASFF und zur Cereulid-Kontamination in Säuglingsnahrung. RASFF und die öffentliche Verbraucherinformation über lebensmittelwarnung.de erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Weiterführende Informationen.
Quelle: bvl.bund.de
