Dattelsirup, Kokosblütenzucker, Reissirup und Co. klingen natürlicher als Haushaltszucker. Ernährungsphysiologisch bleiben sie jedoch vor allem Süßungsmittel.

Alternative Süßmacher unterscheiden sich in Geschmack, Konsistenz und Verarbeitung. Sie sind aber nicht automatisch gesünder als Haushaltszucker. Auch Honig, Sirupe und Dicksäfte liefern Zucker und Energie und können Karies fördern. Die enthaltenen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen sind nach Angaben der Verbraucherzentrale meist zu gering, um bei üblichen Verzehrmengen wesentlich zur Versorgung beizutragen.
Dattelsirup und Dattelzucker
Für Dattelsirup werden entsteinte Datteln mit Wasser verarbeitet, ausgepresst, filtriert und eingedickt. Dattelzucker besteht dagegen aus getrockneten, gemahlenen Früchten. Beide schmecken fruchtig und karamellartig.
Dattelsirup lässt sich beispielsweise in Dressings, Marinaden, Desserts oder Backwaren einsetzen. Weil Produkte bei Zuckergehalt, Süßkraft und Konsistenz variieren, sind die Angaben auf der Packung die verlässlichste Grundlage für die Dosierung. Wer größere Mengen Fruchtzucker schlecht verträgt, sollte Dattelsirup vorsichtig ausprobieren.
Ganze Medjool-Datteln bringen neben ihrer Süße auch Fruchtfleisch und Ballaststoffe in ein Gericht. Mehr Anregungen bietet der Ratgeber Datteln für süße und pikante Speisen.
Reissirup
Reissirup wird aus Reis hergestellt, dessen Stärke in kleinere Zuckermoleküle aufgespalten wird. Er schmeckt mild bis malzig und süßt meist weniger stark als Haushaltszucker. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Reisprodukte je nach Herkunft mit anorganischem Arsen belastet sein können. Auch deshalb ist Abwechslung bei Süßungsmitteln sinnvoll.
Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker entsteht aus dem Nektar der Kokospalme und hat eine karamellige Note. Er besteht überwiegend aus Zucker. Ein vermeintlich niedriger glykämischer Index oder geringe Mineralstoffmengen machen ihn nicht zu einem gesundheitlich besonderen Lebensmittel. Hinzu kommen meist lange Transportwege.
Granatapfelmelasse
Granatapfelmelasse bringt eine herbe, süß-säuerliche Note in Schmorgerichte, Ofengemüse, Marinaden und Dressings. Je nach Produkt kann sie aus konzentriertem Granatapfelsaft bestehen oder zusätzlich Zucker enthalten. Ein Blick in Zutatenliste und Nährwerttabelle zeigt, was tatsächlich in der Flasche steckt.
Praktische Auswahl
Wer einen Sirup vor allem wegen seines Aromas verwendet, kann bewusst klein dosieren. Beim Backen muss bei flüssigen Süßungsmitteln häufig die übrige Flüssigkeitsmenge angepasst werden. Für die gesundheitliche Bewertung zählt nicht der exotische Name, sondern die insgesamt verzehrte Zuckermenge.
Quellen und weitere Informationen
- Verbraucherzentrale: Alternative Süßmacher im Trend
- Verbraucherzentrale: Zucker und Zuckerersatz erkennen
Inhaltlich überarbeitet und aktualisiert am 21. August 2026.
