Kleines Einmaleins der Küchenkräuter

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Frische Küchenkräuter bringen Aroma und Farbe ins Essen. Mit richtigem Einkauf, schonender Lagerung und passender Garzeit bleiben ihre Eigenschaften bestmöglich erhalten.

Verschiedene frische Küchenkräuter
Fotolia #45328810 © Marina-Lohrbach – Lizenznehmer: food-monitor

Was sind Küchenkräuter?

Als Küchenkräuter werden frische oder getrocknete Blätter, Blüten und junge Sprosse aromatischer Pflanzen bezeichnet. Manche Arten sind einjährig, etwa Dill und Kerbel, andere zweijährig oder mehrjährig wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian und Rosmarin. Wurzeln, Samen, Rinden oder Früchte werden im Handel meist den Gewürzen zugeordnet.

Essbar ist nicht automatisch jeder Teil einer Pflanze. Blüten oder Wildkräuter dürfen nur verwendet werden, wenn Art und Pflanzenteil eindeutig als Lebensmittel geeignet sind. Borretsch beispielsweise bildet unerwünschte Pyrrolizidinalkaloide und ist keine unproblematische Kräuterzutat.

Frisch einkaufen und richtig lagern

Bundware sollte kräftig aussehen, aromatisch riechen und keine gelben, schleimigen oder vertrockneten Stellen zeigen. In ein leicht feuchtes Tuch eingeschlagen halten sich viele Schnittkräuter ein bis zwei Tage im Gemüsefach. Basilikum ist kälteempfindlich und steht besser bei Zimmertemperatur in Wasser oder im Topf.

Topfkräuter können bei ausreichend Licht und passender Wasserversorgung nachwachsen. Getrocknete Kräuter bleiben in dicht geschlossenen Behältern, geschützt vor Licht, Wärme und Feuchtigkeit, mehrere Monate aromatisch. Weitere Einzelheiten bietet die kleine Kräuterkunde mit Frischetipps.

Waschen, schneiden und garen

Frische Kräuter unter fließendem Trinkwasser gründlich, aber zügig waschen und anschließend trocken schütteln oder tupfen. Erst kurz vor der Verwendung mit einem sauberen, scharfen Messer schneiden. So gehen weniger Aroma und Saft verloren.

Zarte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill, Basilikum und Minze werden meist erst zum Schluss zugegeben. Robuste, getrocknete Kräuter wie Oregano, Thymian oder Rosmarin können länger mitgaren. Der Beitrag „Würzig und leicht pfeffrig: Oregano“ erklärt das am Beispiel genauer.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass auch rohe Kräuter mit Krankheitserregern verunreinigt sein können. Gewaschene, zerkleinerte Kräuter deshalb rasch verwenden und gekühlte Speisen bis zum Servieren kalt halten.

Kräuter helfen beim Salzsparen

Kräuter geben Gerichten Würze, ohne zusätzliches Salz zu liefern. Das ist praktisch, weil Brot, Käse, Wurst und andere verarbeitete Lebensmittel bereits viel Salz enthalten können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Orientierungswert von bis zu sechs Gramm Speisesalz pro Tag. Dabei zählt die gesamte Aufnahme aus allen Lebensmitteln.

Keine pauschalen Heilversprechen

Ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe prägen Aroma und Geschmack vieler Kräuter. Daraus folgt aber nicht, dass normale Küchenmengen Krankheiten behandeln oder pauschal „Magen, Darm und Nieren anregen“. Arzneiliche Wirkungen beziehen sich auf genau definierte Zubereitungen und Dosierungen. Küchenkräuter bereichern in erster Linie den Geschmack und können eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützen.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Gabriele Kaufmann, www.bzfe.de / food-monitor



Rezept: Ofenkartoffeln mit frischem Kräuterquark

Ofenkartoffeln mit Kräuterquark
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 kg kleine festkochende Kartoffeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 500 g Speisequark
  • 100 g Naturjoghurt
  • 20 g glatte Petersilie
  • 15 g Schnittlauch
  • 10 g Dill
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  1. Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze oder 200 °C Umluft vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen, trocken tupfen und mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  2. Kartoffeln mit Öl und der Hälfte des Salzes mischen, auf einem Blech verteilen und je nach Größe 35 bis 45 Minuten vollständig garen.
  3. Quark und Joghurt verrühren. Kräuter unter fließendem Trinkwasser gründlich waschen, gut trocknen und unmittelbar vor der Verwendung fein schneiden.
  4. Zitrone heiß waschen. Etwas Schale fein abreiben und einen Esslöffel Saft auspressen. Mit den Kräutern unter den Quark rühren und mit restlichem Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Heiße Kartoffeln einschneiden und mit dem frisch angerührten Kräuterquark servieren.

Lebensmittelsicherheit: Kräuter und Zitrone gründlich waschen. Kräuterquark bis zum Servieren bei höchstens 7 °C lagern, nicht länger als zwei Stunden ungekühlt stehen lassen und Reste innerhalb eines Tages verbrauchen.

Allergene: Milch.

Rezept: food-monitor / KI