Kleine Kräuterkunde: Frischetipps zur Saison

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Frische Küchenkräuter bringen Aroma und Farbe in die Küche – und helfen, Speisen mit weniger Salz abwechslungsreich zu würzen.

Verschiedene frische Küchenkräuter.
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Viele Küchenkräuter haben im Sommer Saison. Ob Minze im Getränk, Kresse auf dem Brot oder Majoran in der Gemüsepfanne: Damit Schnitt- und Topfkräuter ihr Aroma behalten und nicht vorzeitig im Abfall landen, kommt es auf Einkauf, Lagerung und Verarbeitung an.

Frische erkennen und richtig lagern

Frische Schnittkräuter sollten kräftig grün aussehen, intensiv duften und weder gelbe noch vertrocknete Blätter haben. Die meisten Arten halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage. Dafür die Kräuter locker in ein feuchtes Tuch wickeln oder in einer geschlossenen Box lagern. Basilikum ist kälteempfindlich und steht besser hell bei Zimmertemperatur.

Kräuter möglichst unzerkleinert erst kurz vor der Verwendung waschen und vorsichtig trocken tupfen. Schleimige, schimmelige oder muffig riechende Ware gehört in den Bioabfall.

Topfkräuter pflegen und ernten

Gekaufte Kräutertöpfe sind oft sehr dicht bepflanzt. Werden die Pflanzen geteilt und auf mehrere Töpfe mit frischer Erde verteilt, können sie besser weiterwachsen. Licht- und Wasserbedarf unterscheiden sich je nach Art: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian mögen es eher sonnig und trockener, Petersilie und Schnittlauch benötigen gleichmäßigere Feuchtigkeit.

Viele Blattkräuter schmecken vor der Blüte besonders aromatisch. Am besten wird nach dem Abtrocknen des Morgentaus geerntet. Wie stark zurückgeschnitten werden darf, hängt von der Pflanzenart ab. Weitere Grundlagen erklärt Kleines Einmaleins der Küchenkräuter.

Einfrieren oder trocknen

Zarte Kräuter wie Petersilie, Dill, Schnittlauch oder Zitronenmelisse lassen sich gut einfrieren. Dafür waschen, sorgfältig trocknen, zerkleinern und in kleinen Portionen einfrieren. In Eiswürfelformen können sie mit wenig Wasser bedeckt direkt portionsweise vorbereitet werden.

Robuste Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano oder Majoran eignen sich meist besser zum Trocknen. Kleine Bündel werden an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt. Alternativ können die Pflanzenteile bei höchstens etwa 40 Grad Celsius im Backofen getrocknet werden. Sie müssen vollständig trocken sein, bevor sie luftdicht, dunkel und kühl aufbewahrt werden. Feuchtigkeit fördert Schimmel; deshalb Trockenkräuter nicht über dem Herd lagern. Mehr dazu steht im Beitrag Gewürze und Kräuter: Leitsätze, Einkauf und Lagerung.

Lebensmittelabfälle vermeiden

Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen fallen in deutschen Privathaushalten rund 74,5 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Person und Jahr an. Darin sind auch nicht essbare Bestandteile wie Schalen und Knochen enthalten. Durch passende Lagerung, rechtzeitiges Verarbeiten und kleine Kräuterportionen im Gefrierfach lässt sich zumindest ein Teil der vermeidbaren Abfälle reduzieren.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quellen: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Zu gut für die Tonne! / food-monitor



Rezept: Kräuterpfannkuchen mit Zitronenquark

Herzhafte Kräuterpfannkuchen mit Kräuterquark, Radieschen und Blattsalat.
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 3 Eier (Größe M)
  • 300 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1 Bund gemischte Kräuter, zum Beispiel Petersilie, Schnittlauch und Dill sowie wenig Minze
  • 500 g Magerquark
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 Bund Radieschen
  • 150 g gemischter Blattsalat
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Mehl, Eier, Milch, Mineralwasser und ½ TL Salz zu einem glatten Teig verrühren und 10 Minuten quellen lassen.
  2. Kräuter, Radieschen, Salat und Zitrone gründlich waschen. Kräuter trocken tupfen und fein hacken. Die Hälfte unter den Teig rühren.
  3. Quark mit 1 TL fein abgeriebener Zitronenschale und 2 EL Zitronensaft glatt rühren. Übrige Kräuter unterheben und abschmecken.
  4. Jeweils wenig Rapsöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Acht dünne Pfannkuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten vollständig durchbacken.
  5. Radieschen in dünne Scheiben schneiden und den Salat trocken schleudern. Pfannkuchen mit Kräuterquark füllen und mit Radieschen und Salat anrichten.

Sicherheit und Allergene

Die Pfannkuchen vollständig durchbacken, weil der Teig rohe Eier enthält. Mehl enthält Gluten, Milch und Quark enthalten Milchbestandteile, Eier sind ebenfalls ein kennzeichnungspflichtiges Allergen. Reste rasch kühlen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: food-monitor / KI