Maitake ist ein essbarer Kulturpilz mit fächerförmigen Hüten und kräftig-nussigem Aroma.

Herkunft und Kultur
Der Maitake (Grifola frondosa) heißt auf Deutsch Gemeiner Klapperschwamm. Der Fruchtkörper besteht aus zahlreichen graubraunen, fächerartig angeordneten Hüten. Wild wächst die Art vor allem am Stammfuß und an Wurzeln alter Laubbäume, häufig an Eichen. Für den Lebensmittelhandel wird Maitake unter kontrollierten Bedingungen auf geeigneten Substraten kultiviert.
Einen Überblick über Champignons, Austernpilze, Shiitake und weitere Arten bietet die Warenkunde Kulturpilze: Arten, Anbau, Einkauf und Zubereitung.
Einkauf und Aufbewahrung
Frische Maitake sollten fest und trocken wirken und angenehm pilztypisch riechen. Schmierige Oberflächen, starke Verfärbungen oder ein unangenehmer Geruch sprechen gegen die Verwendung. Locker verpackt und gekühlt lagern und möglichst zeitnah verarbeiten. Kondenswasser fördert den Verderb.
Zubereitung
Den Strunkansatz abschneiden, die fächerförmigen Teile vorsichtig auseinanderzupfen und anhaftende Substratreste mit Bürste oder Küchenpapier entfernen. Nur bei stärkerer Verschmutzung kurz abspülen und sofort trocknen. Maitake lässt sich braten, schmoren, grillen oder in Suppen und Currys garen. Wie andere Kulturpilze sollte er vollständig erhitzt werden.
Keine belegte Heilwirkung ableiten
Maitake wird als Lebensmittel und in Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Aus traditioneller Verwendung oder Untersuchungen einzelner Inhaltsstoffe folgt jedoch keine nachgewiesene Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. Aussagen zu Immunsystem, Blutdruck, Gewichtsabnahme oder Osteoporose sind daher keine Grundlage für eine medizinische Anwendung. Nahrungsergänzungsmittel können zudem anders zusammengesetzt und dosiert sein als der Speisepilz.
Wildfunde nur mit sicherer Bestimmung
Wildpilze nicht anhand einzelner Fotos oder Kurzbeschreibungen bestimmen. Verwechslungen können gesundheitliche Folgen haben. Unbekannte Funde gehören in die Hände einer örtlichen Pilzberatung; seltene Bestände sollten geschont werden.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 20. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor
Rezept: Maitake-Kokos-Curry mit Gemüse

Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Basmatireis
- 400 g Maitake-Pilze
- 1 rote Paprikaschote
- 150 g Zuckerschoten
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 1 EL rote Currypaste
- 400 ml Kokosmilch
- 150 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Sojasoße
- 1 EL Limettensaft
- Salz
- 2 EL Korianderblätter
Zubereitung
- Den Basmatireis nach Packungsanleitung garen und anschließend zugedeckt warm halten.
- Maitake vorsichtig säubern und in mundgerechte Stücke zupfen. Paprika in Streifen schneiden, Zuckerschoten putzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Einen Esslöffel Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Maitake bei mittlerer bis hoher Hitze 5 bis 6 Minuten goldbraun braten, leicht salzen und herausnehmen.
- Restliches Öl in die Pfanne geben. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer 2 Minuten anschwitzen. Currypaste einrühren und etwa 30 Sekunden mitrösten.
- Paprika, Zuckerschoten, Kokosmilch und Gemüsebrühe zufügen. Alles 8 Minuten sanft köcheln lassen. Maitake wieder zugeben und weitere 3 Minuten erhitzen.
- Das Curry mit Sojasoße, Limettensaft und bei Bedarf etwas Salz abschmecken. Korianderblätter darüberstreuen.
Serviervorschlag: Das Maitake-Kokos-Curry mit dem Basmatireis in Schalen anrichten.
Rezept: food-monitor / KI
