Dieser Bericht bezieht sich auf den Vitamin-D-Test der ÖKO-TEST-Ausgabe Januar 2025.
Archivhinweis: Die genannten Produkte und Bewertungen beziehen sich auf die damaligen Testfassungen. Dieser Testbericht ist keine aktuelle Produktempfehlung und keine Anleitung zur Vitamin-D-Dosierung bei Säuglingen.

Laut ÖKO-TEST enthalten viele Präparate im Test jedoch deutlich zu viel Vitamin D. Zehn Produkte fallen durch.
ÖKO-TEST hatte für die Ausgabe Januar 2025 insgesamt 23 Vitamin-D3-Präparate in Form von Tabletten, Tropfen und Kapseln beziehungsweise Perlen getestet. Alle vier getesteten Arzneimittel und zwei der Nahrungsergänzungsmittel bewertete ÖKO-TEST damals als empfehlenswert. Bei den übrigen Präparaten ist häufig die empfohlene Tagesdosis zu hoch.
Die höchste empfohlene Tagesdosis aller Produkte im Test haben die Vigantolvit Vitamin D3 Öl Tropfen von Procter&Gamble mit 100 Mikrogramm (μg) pro Tag, also das Fünffache des im Test herangezogenen BfR-Wertes. Das BfR rät, eigenständig nur auf Präparate mit maximal 20 μg pro Tag zurückzugreifen, was 800 internationalen Einheiten (i. E.) entspricht. ÖKO-TEST orientiert sich für die Bewertung im Test an den Angaben des BfR, da der Körper Vitamin D speichert, so dass es bei dauerhafter Überdosierung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Übelkeit, Bauchkrämpfen oder gar Nierenschäden kommen kann. Die Verbraucherschützer empfehlen die Dosierung und Einnahmedauer mit einem Arzt abzustimmen.
Ein weiterer Kritikpunkt bei manchen Testprodukten sind umstrittene Zusatzstoffe wie Carrageen und Carboxymethylcellulose, die als Gelier- beziehungsweise Verdickungsmittel eingesetzt werden. ÖKO-TEST begründete seine Abwertung mit Befunden zu Verdauungstrakt, Immunsystem beziehungsweise Darmflora. Die öffentliche Testdarstellung nennt dafür keine vollständigen Studien- und Dosisangaben. Daraus lässt sich hier keine konkrete Gesundheitsgefahr bei der Einnahme der jeweiligen getesteten Präparate ableiten.
Zwei Noten Abzug gibt es für Talkum, ein Füllstoff bzw. Trennmittel, das in den getesteten Präparaten von Vigantol und Vitagamma sowie im getesteten Nahrungsergänzungsmittel von Tetesept steckt. Die IARC veröffentlichte am 5. Juli 2024 ihre Einstufung von Talkum in Gruppe 2A („wahrscheinlich krebserregend für Menschen“). Diese Gefahreneinstufung beziffert nicht das individuelle Risiko durch ein bestimmtes Vitaminpräparat. Die damalige ÖKO-TEST-Prognose über eine europäische Entscheidung Ende 2025 wird hier nicht als aktuelle Ankündigung weitergeführt.
Zwei Arzneimittel erhielten im damaligen Test das Gesamturteil „sehr gut“: die Dekristol 1000 I.E. Vitamin D3, Tabletten und die Vitamin D3 Hevert Tabletten 1000 I.E.
Mehr Informationen zum damaligen Test finden Sie in der Januarausgabe 2025 des ÖKO-TEST-Magazins oder online über: oekotest.de/15127
Weiterführender Beitrag: Analyse von Blutwerten zeigt: Nur die Hälfte der Deutschen hat einen optimalen Vitamin-D-Wert .
Redaktionell eingeordnet am 14. September 2026. Aktuelle allgemeine Hinweise zur Versorgung und zur gesonderten Säuglingsprophylaxe bietet das BfR. Ein Schätzwert bei fehlender körpereigener Bildung ist keine pauschale Einnahmeempfehlung für alle Menschen. Zur Talkum-Einstufung: IARC-Mitteilung vom 5. Juli 2024.
Quelle: oekotest.de / food-monitor
