Partnerschaft für eine nachhaltige und resiliente Transportlogistik der FMCG-Branche.
- Markenhersteller Mars und Handelsunternehmen REWE elektrifizieren erstmals einen grenzüberschreitenden, durchgängigen End-to-End-Pilotkorridor
- Partnerschaftliche Bilanz kumuliert zu: 47 E-Lkw im Einsatz, 2,4 Millionen elektrisch gefahrenen Kilometern und knapp 2.600 Tonnen CO2e-Einsparung*
- E-Mobilität: ökologisch sinnvoll und ökonomisch rentabel

Das Familienunternehmen Mars und der Lebensmittelhändler REWE gehen gemeinsam einen entscheidenden Schritt in Richtung klimafreundlichere Transportlogistik. Gemeinsam elektrifizieren die Partner erstmals vollständig einen End-to-End-Pilotkorridor. Auf definierten Routen werden Produkte aus den Mars Geschäftsbereichen Snacks, Tiernahrung und Lebensmittel durchgängig – von der Produktion oder Lagerung über das REWE-Logistikzentrum bis in die REWE-Märkte – per Strom transportiert. Bislang hatten beide Unternehmen lediglich eigene, regionale Teilstrecken elektrifiziert.
Konkret erfolgt der Transport der Mars Produkte von den Schokoladenfabriken in Veghel (Niederlande), Viersen (NRW) und der Pet Nutrition Fabrik in Verden über das Mars Logistikzentrum in Minden bis zum REWE-Zentrallager in Oranienburg. Von dort ermöglichen E-Lkw die nachhaltige Lieferung der Produkte in die Regale von mehr als 300 REWE-Märkten sowie zum REWE-Lieferservice-Lagerstandort, an dem ebenfalls elektrische Fahrzeuge eingesetzt werden. Das Projekt belegt die operative Machbarkeit einer kompletten End-to-End-Route unter realen Bedingungen, zeigt zugleich bestehende Herausforderungen und liefert belastbare Erkenntnisse für eine spätere Skalierung.
Investitionen in die Transportlogistik: ökologisch sinnvoll und betrieblich integrierbar
Von der initialen Pilotstrecke ausgehend, sind im gemeinsamen Netzwerk aktuell 23 batterieelektrische Lkw seitens Mars und 24 Fahrzeuge von REWE im Einsatz. Insgesamt werden über 2,4 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt, rund 750.000 Liter Diesel eingespart und knapp 2.600 Tonnen CO2e (Well-to-Wheel) vermieden.*
Weitere Vorteile unterstreichen den Mehrwert dieser Zusammenarbeit: Elektrische Transporte reduzieren die wahrgenommene Lautstärke im Vergleich zu Diesel-Lkw um etwa die Hälfte. Neben den CO2-Reduktionen bieten die E-Lkw einen geräuscharmen Betrieb. Dieser Vorteil greift besonders bei der Belieferung von REWE-Märkten im städtischen Raum wie beispielsweise in Berlin. Auch die Fahrerinnen und Fahrer profitieren von dem leiseren und dynamischeren Fahrverhalten der eingesetzten E-Lkw.
Für Mars und REWE bestätigt der Pilot, dass elektrischer Schwerlastverkehr entlang der gesamten Lieferkette ökologisch sinnvoll, operativ gut integrierbar und auch wirtschaftlich realisierbar ist. Der kontinuierliche Austausch zwischen den Partnern hilft, Herausforderungen zu adressieren und erste Rückschläge erfolgreich zu überwinden.
Lars Siebel, Executive Director Logistics/SCM bei der REWE Group: „Unsere Botschaft an alle Spediteure und Lkw-Fuhrparkbetreiber ist, sich den Einstieg in die E-Mobilität betriebswirtschaftlich durchzurechnen. Die Volatilität der Dieselpreise wird angesichts der geopolitischen Unsicherheiten weiter hoch bleiben. Im Vergleich dazu ist der Strompreis stabil und wird perspektivisch günstiger. Schon heute ist mehr als jede zweite Tour in unserem Netzwerk mit dem E-Lkw günstiger im Betrieb und Unterhalt als der Verbrenner. Mit optimierter Routenplanung lässt sich der Kostenvorteil noch weiter steigern, wodurch sich die noch höheren Anschaffungskosten des E-Lkw schneller amortisieren.“
Björn Schlenker, Supply Chain Integration Director Mars in Europe, ergänzt: „Dieser Best Case ist übertragbar auf weitere elektrifizierbare End-to-End-Strecken und zwar grenzüberschreitend. Ein resilienter Netzwerkaufbau reduziert übergreifend Emissionen in der Transportlogistik und zahlt so unmittelbar ein auf Kostenstruktur, Lieferfähigkeit und Servicequalität.“
* Inkludierter Zeitraum: Mars: 2024/01 – 2026/04 sowie REWE: 2025/01 – 2026-04
