Peperoncini, Peperoni oder Pfefferoni – für Chilis gibt es je nach Region unterschiedliche Bezeichnungen.

Die Früchte stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und unterscheiden sich je nach Sorte in Form, Farbe, Größe und Geschmack. Was viele nicht wissen: Botanisch sind Chilis keine Schoten, sondern Beeren der Gattung Capsicum aus der Familie der Nachtschattengewächse.
Chilis werden in ihrer Heimat seit mehr als 7.000 Jahren kultiviert. Spanier und Portugiesen brachten sie später nach Europa und nutzten sie als preisgünstigen Ersatz für Pfeffer. Heute stammen frische Chilis für den europäischen Markt vor allem aus Marokko und der Türkei, während getrocknete Früchte in erster Linie aus China und Indien eingeführt werden. Chilis lassen sich aber auch gut im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus anbauen. Die Ernte beginnt Ende Juli, wenn sich die Früchte je nach Sorte von Grün über Gelb und Orange zu Rot, Violett oder Schwarz verfärben.
Wie scharf eine Chili ist, zeigt die Scoville-Skala. Sie basiert auf dem Gehalt an Capsaicin – einem natürlichen Alkaloid, das für die Schärfe verantwortlich ist. Frische Chilis verleihen Speisen eine fruchtige Schärfe, während getrocknete Chilis noch intensiver schmecken und häufig zu Flocken oder Pulver verarbeitet werden.
Cayennepfeffer besteht aus gemahlenen Chilis und zählt mit 30.000 bis 50.000 Scoville zu den besonders scharfen Gewürzen. Er wird vor allem in der indischen, chinesischen, indonesischen, spanischen und südamerikanischen Küche verwendet. Cayennepfeffer verleiht Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten ebenso wie Hülsenfrüchten und Tofu eine feurige Note. Auch Obstsalat, Schokolade und süße Desserts lassen sich mit einem Hauch Chili raffiniert würzen. Das Gewürz sollte jedoch sparsam dosiert werden. Wer sich an die Schärfe gewöhnt hat, kann auch blumige, rauchige und erdige Nuancen bei Chiligewürzen entdecken.
Chilis sind frisch, getrocknet, eingelegt, als Öl, Flocken oder Pulver erhältlich und Bestandteil vieler Gewürz- und Currymischungen. Chilipulver ist meist deutlich milder als Cayennepfeffer, da es häufig weitere Gewürze wie Kreuzkümmel, Oregano oder Zimt enthält. Gemahlene Gewürze sollten zu Hause luftdicht, trocken und lichtgeschützt gelagert und nach dem Öffnen innerhalb eines Jahres verbraucht werden.
Heike Kreutz, bzfe.de
Rezept: Schokoladen-Chili-Creme mit Himbeeren

Zutaten für 4 Portionen
- 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 Prozent Kakao)
- 200 ml Schlagsahne
- 250 g Magerquark
- 1 EL Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Messerspitze Cayennepfeffer
- 200 g Himbeeren
- 20 g Zartbitterschokolade für die Garnitur
Zubereitung
- 200 g Zartbitterschokolade grob hacken und in einer hitzebeständigen Schüssel über einem warmen Wasserbad langsam schmelzen. Vom Wasserbad nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.
- Quark, Zucker und Vanilleextrakt glatt rühren. Die flüssige Schokolade zunächst esslöffelweise, dann vollständig unterrühren.
- Mit einer kleinen Messerspitze Cayennepfeffer würzen, gründlich verrühren und abschmecken. Die Schärfe soll nur dezent im Nachgeschmack wahrnehmbar sein.
- Schlagsahne steif schlagen und in zwei Portionen vorsichtig unter die Schokoladenmasse heben.
- Die Creme auf vier Dessertgläser verteilen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
- Himbeeren vorsichtig waschen und gut abtropfen lassen. Die restliche Schokolade fein hobeln. Creme kurz vor dem Servieren mit Himbeeren und Schokoladenspänen garnieren.
Serviervorschlag: Die Creme gut gekühlt servieren. Für Kinder den Cayennepfeffer weglassen.
Rezept: food-monitor / KI
